fachTAG x NACHTtag
Fachtag Festivals & Spielstätten + Fachtag Nachtkultur
fand am 06. & 07. März 2026
in Hannover statt.
jeweils 10-18 Uhr
in der Bürgerschule Stadtteilzentrum Nordstadt, Klaus-Müller-Kilian-Weg 2
Auch 2026 traf der Fachtag Festivals & Spielstätten wieder auf die Koordinationsstelle Nachtkultur Hannover.
Das jährliche „Klassentreffen“ der niedersächsischen Veranstalter*innen – am Freitag, den 06. März für Festivals und Spielstätten aller Musikgenres.
Am Samstag, den 07. März, gestaltet die Koordinationsstelle Nachtkultur schwerpunktmäßig das Programm für Akteur*innen der hannoverschen Nachtkultur.
Timetable
Freitag
| ab 10.00 Uhr | Einlass, Akkreditierung & Ankommen | ||
| 11.00 - 12.00 Uhr | Begrüßung und Check-In | ||
| 12.00 - 13.00 Uhr | Radio x Festival - Workshop | Ländlicher Raum x Popkultur - Begegnung | |
| 13.00 - 14.00 Uhr | Mittagspause | ||
| 14.00 - 15.00 Uhr | Shift Happens - Begegnung | Club und Festivalthemen im Wahlkampf - Austausch | Umsonst & Draußen - Shortcut |
| 15.00 - 16.00 Uhr | Kaffeepause | ||
| 16.00 - 17.00 Uhr | Finanzierung x Solidarität - Begegnung | Nachhaltigkeit 360° Workshop | Frischer Wind - Shortcut |
| 17.00 Uhr - open End | Gemeinsamer Ausklang | ||
| 17.30 - 19 Uhr | aware.NDS ThinkTank: Teaminterne Awarenessarbeit | ||
| 19.00 - 20.30 Uhr | Kino im Sprengel - Sondervorführung "She-Punks" | ||
Samstag
| ab 10.00 Uhr | Einlass, Akkreditierung & Ankommen Brunch | ||
| 10.50 Uhr | Begrüßung | ||
| 11.15 - 12.15 Uhr | Ohne Bus kein Bass - AG | Ohne Sicherheit kein Publikum - AG | Ohne Clubs kein Cash - AG |
| 12.30 - 13.30 Uhr | Let´s Talk - Offene Gesprächsrunde | ||
| 13.30 - 14.00 Uhr | Kaffeepause | ||
| 14.00 - 15.30 Uhr | Raus aus dem Verwaltungslabyrinth -Impuls & Q&A | Read the Room - Gesprächsrunde | No Data, No Love?- Impuls & Diskussion |
| 15.30 - 16.30 Uhr | Mittagspause | ||
| 16.30 - 18.00 Uhr | Freiflächen weiterdenken- Impuls & Gallery Walk | Das ist unser Haus! - Panel | Den Algorithmus buchen lassen - Gesprächsrunde |
| 18.30 Uhr - open End | Hits ins Herz | ||
weitere Angebote
Kostenlose Rechtsberatung
Im Rahmen des fachTAG x NACHTtag bieten wir eine individuelle Rechtsberatung an.
In buchbaren 30-Minuten-Slots habt ihr die Möglichkeit, konkrete rechtliche Fragen aus eurer Praxis zu klären. Um möglichst vielen Interessierten Zugang zu ermöglichen, bitten wir darum, nur einen Slot pro Verein, Kollektiv, Person oder Institution zu buchen.
Die Beratung richtet sich an Veranstalter*innen, Kollektive, Klubbetreiber*innen, Booker*innen, Produktionsleitungen, Kulturinitiativen und andere Akteur*innen der Szene. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Unsicherheiten abzubauen und Handlungsspielräume sichtbar zu machen.
Die Beratung ist als niedrigschwelliges Angebot gedacht und ersetzt keine langfristige anwaltliche Vertretung, bietet aber eine fundierte erste Einschätzung und Orientierung.
Achtung: Dieses Angebot gilt nur für:
- Menschen mit einem gültigen fachTAG x NACHTtag - Ticket
- Menschen, die das Programm des fachTAG x NACHTtag mitgestalten
HÄRTING ist eine Berliner Kanzlei mit Schwerpunkten im IP-/IT- und Datenschutzrecht.
Neben diesen Schwerpunkten betreut die Kanzlei über das Team Event viele Mandate aus der Entertainment-, Event- und Kulturbranche. Rechtsanwalt Tjade Elix berät insbesondere Veranstalter:innen und Gastronomiebetriebe in allen Bereichen des öffentlichen Rechts, darunter etwa Immissionsschutzrecht, Straßenrecht oder Baurecht. Dabei begleitet er bspw. Genehmigungsverfahren oder vertritt in behördlichen und gerichtlichen Verfahren.
Think Tank
Teaminterne Awarenessarbeit - im Austausch über Haltung und Praxis
Freitag 06.03.
17.30 Uhr
Studio (2.3)
aware.nds und wetakecare laden ein zum offenen ThinkTank zur teaminternen Awarenessarbeit. Lasst uns gemeinsam über Haltung, Code of Conducts und Leitlinien ins Gespräch kommen. Auch weitere Themen rund um Awareness können hier Raum finden.
Clubwelt Hannover – Nachtleben und Nostalgie
Außerdem laden die HAZ und das KlubNetz am Donnerstag, den 05.03. zum Talk über Veränderungen in der Club-Kultur.
Einlass: 18.00 Uhr
Beginn: 18.30 Uhr
Baggi (Raschplatz 7, 30161 Hannover)
Eintritt frei
Kino im Sprengel
Am Freitagabend (06.03.) laden wir nach dem Konferenztag noch ins "Kino im Sprengel" - direkt gegenüber - ein. Um 19 Uhr zeigen wir dort thematisch passend den Film Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute. Der Eintritt ist für alle Konferenzteilnehmer*innen inklusive!
Am Samstagabend (07.03.) gibt es:
Hits ins Herz
Jeder Schlag ein Hit, jeder Hit ein Treffer! Rotes Rauschen und 60 Zoll vereinen ihre Kräfte, um euch eine wundersame Hitparade zu kredenzen. NDW, 70er, bis 2000er und progressive Schlager. Kein Techno, keine Edits. Eingerahmt von Song Bingo und weiteren Überraschungen mit Spiel und Spaß ist Hits ins Herz ein Spektakel für fast die ganze Famile!
Samstag 07.03.
18.30 Uhr
Theatersaal
Freitag (Fachtag Festivals und Spielstätten):
Ehrenamts-Check
12.00 - 13.00 Uhr
Studio (2.3)
Ob bei Festivals, in Veranstaltungskollektiven oder in Spielstätten – die Musikkultur in Niedersachsen lebt von ehrenamtlichen Engagement. Wie unterstützt das Land Niedersachsen wiederum die Ehrenamtlichen? Im Q&A erfahren wir mehr über die niedersächsische Ehrenamtsstrategie, konkrete Maßnahmen wie Ehrenamtskarte und den Kompetenznachweis, die unterstützende Infrastruktur der Freiwilligenagenturen sowie Förderprogramme.
mit
Lars Wegener (Leiter der Referatsgruppe Zivilgesellschaft Niedersächsische Staatskanzlei)
Anja Eggers (LAGFA Niedersachsen)
Lars Wegener: Magister Artium in Politikwissenschaften, Soziologie und Psychologie. Berufliche Stationen im Deutschen Bundestag, Niedersächsischen Landtag und seit Oktober 2016 in der Staatskanzlei, Büroleiter des Ministerpräsidenten von Mitte 2018- Anfang 2023.
Leiter der Referatsgruppe Zivilgesellschaft. Themen sind u.a.
Integrationspolitik, bürgerschaftliches Engagement, Bürgerbeteiligung
und demografischer Wandel.
Radio x Festival
12.00 - 13.00 Uhr
Gruppenraum (1.4)
Wie kann das Radio als Kooperationspartner die Sichtbarkeit von Festivals steigern?
In diesem Workshop werden mit Expert*innen aus drei verschiedenen Radiosendern modellartig Projekte entwickelt.
mit
Malte Busch (Leibniz.fm)
Ramon Saba & Christian Schmidt (RADIO 21)
Simon Scharf (NDR 1 Niedersachsen)
Christian Schmidt, Leiter Redaktion & Content: verantwortet die redaktionelle Umsetzung unserer Eventpartnerschaften
Ramon Saba, Mediaberater: verantwortlicher Organisator der R21-Partnerschaften wie ROCKHARZ oder LAGA Bad Nenndorf
Festivals sind zentrale Treffpunkte für Musikfans, Marken, Veranstalter, Medien und Künstler. RADIO 21 ist auf zahlreichen großen Events im und außerhalb des eigenen Sendegebiets präsent. Dabei verstehen sie Festivals als mindestens regionale Leuchtturmthemen, denen sie sich redaktionell wie kommunikativ konsequent widmen – immer mit echtem Mehrwert für ihr musikinteressiertes Publikum. Mit dem C2C-Festival in Berlin oder dem ROCKHARZ-Festival im (Überraschung!) Harz haben sie in den vergangenen Jahren besondere Formate entwickelt und gemeinsam weitergedacht. Was es etwa mit „Business meets Metal“ und anderen kreativen Konzepten auf sich hat, berichten Ramon und Christian.
Ländlicher Raum x Popkultur
12.00 - 13.00 Uhr
Theatersaal
Unter welchen Rahmenbedingungen kann Popkultur in ländlichen Räumen gedeihen? Dazu hat die Initative Musik im Prozess dialogFORM Bedarfe aufgenommen, strukturiert und Handlungsempfehlungen für kommunale Politik und Verwaltung entwickelt, die sie uns vorstellen werden. Im Anschluss wird diskutiert: Wie können Festivals und Spielstätten im Flächenland diese Forderungen vor dem Hintergrund anstehender Kommunalwahlen platzieren? Welche Verbündeten brauchen wir in den Regionen? Was ist trotz knapper kommunaler Kassen aussichtsreich? Wie können wir uns gemeinsam gegen den Rechtsruck stark machen?
mit
Phili Hötker (MSNT- Festival / Reso e.V.)
Marleen Mützlaff (Fachdienstleitung Kultureinrichtungen und wissenschaftliche Dienste Stadt Goslar)
Dahla Opitz (Gemeinderat Nordstemmen)
Sabine-Lydia Schmidt (Initiative Musik gGmbH)
Sozialarbeiter:in aus Lübeck, dey hat u.a. in sozialräumlichen Projekten und zu Möglichkeiten der Demokratiestabilisierung durch Community Ansätze gearbeitet. Seit 3 Jahren ist Phili Teil des MSNT und dort im Orga- Gremium aktiv, verantwortet als Head of Crew die Koordination und Betreuung der Helfer:innen und entwickelt Konzepte zur Weiterentwicklung des MSNT, bspw. durch die Etablierung eines Community Building Projektes.
Marleen Mützlaff studierte Germanistik, Musikwissenschaft, Journalistik. Sie arbeitete für den Deutschen Kulturrat, den Dt. Musikrat und bei der BUGA Koblenz, führte dann die Geschäfte des Arbeitskreis Musik in der Jugend und des Landesverbandes Soziokultur Niedersachsen. Seit 2020 ist sie für leitende Kulturaufgaben bei der Stadt Goslar angestellt. Ehrenamtlich engagiert sie sich bei der Kulturpolitische Gesellschaft.
Dahla Opitz wurde 2021 für Bündnis 90/Die Grünen in den Gemeinderat Nordstemmen gewählt. Sie ist Sprecherin für Soziales, Jugend und Kultur. Im lokalen Ortsverband ist sie Co-Sprecherin und im Kreisverband Hildesheim Beisitzerin und Sprecherin für ländlichen Raum. Dahla spielt selbst (Bass)Klarinette und ist aktives Mitglied im Musikzug Harsum. Nach der Flut im Ahrtal 2021 war sie eine von drei Initiator*innen des Projektes "Kult(o)ur im Ahrtal", bei dem eine große Gruppe Musiker*innen, die sonst in diversen Orchestern im Norden spielen, in den Orten entlang der Ahr Platzkonzerte spielte und die Spendeneinnahmen für den Wiederaufbau kultureller Projekte zu 100% weitergegeben hat. Dahla sieht Kultur als wunderbare Möglichkeit Menschen zusammenzubringen und hält sie für eine zentrale Infrastruktur unserer Demokratie. Als Kommunalpolitikerin im ländlichen Raum muss sie nicht selten damit beginnen, zu erklären, was Kultur eigentlich ist oder sein kann. Dabei sieht sie hier sehr viel Potential: "Im ländlichen Raum gibt es viel Platz, viel ehrenamtliches Engagement und wenige konkurrierende Angebote – dadurch kann Kultur schnell identitätsstiftend wirken und Menschen wirklich zusammenbringen. Begegnungsorte sind auf dem Land dringend gesucht."
Stefan Wieland
Sabine-Lydia (Sally) Schmidt leitet seit 2023 die Strukturförderung der Initiative Musik, ein bundesweit wirkendes Förderprogramm, das sich für den Aufbau und die Entwicklung nachhaltiger Netzwerke und Formate für Musik- und Kulturschaffende einsetzt. Die Strukturförderung konzipiert zudem Eigenprojekte wie FORM und das Ländernetzwerk der Pop- und Jazzpreise. Nach ihrem Diplom in Experimentellen Raumkonzepten und Sounddesign war Sally 2016-2023 Kulturreferentin der Stadt Offenbach und widmete dort ihre Arbeit der Popkultur und Kreativwirtschaft im Rhein-Main Gebiet. Sie gründete das „Riviera Festival für Pop- und Clubkultur“ und kuratierte Veranstaltungsreihen an der Schnittstelle von bildender Kunst, Musiktheater und Performance. Zuvor beriet sie die Making Vinyl Conference in den USA und den Niederlanden und managte ihr eigenes Indielabel “unbreakmyheart“.
Shift Happens
Für (gar nicht mal so) klassische Musikfestivals
14.00 - 15.00 Uhr
Studio (2.3)
Wenn wir im kulturellen Kontext über Förderung sprechen, denken wir meist zuerst an finanzielle Unterstützung. Förderprogramme wie die REIHE_15 (Nordmetall Stiftung) und das tuned-Netzwerk (Kulturstiftung des Bundes) gehen jedoch darüber hinaus: Sie bieten den beteiligten Festivals nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch eine Plattform für gemeinsamen Austausch und gegenseitiges Lernen. In diesem Format teilen drei klassische Musikfestivals – detect classic festival, Gezeitenkonzerte und Sea Sounds – ihre Erkenntnisse zur Zukunft klassischer Festivals aus den jeweiligen Programmen.
mit
Lea Jakob (Sea Sounds Festival, treppenhausorchester)
Wiebke Schoon (Ostfriesische Landschaft, Gezeitenkonzerte)
Konstantin Udert (Detect Sounds gUG)
Lea Jakob ist Orchesterbotschafterin für das treppenhausorchester. Sie forscht und lehrt im Fachbereich Kulturmanagement an der Leuphana Universität und hat das Leuphana Concert Lab gegründet. Zuvor war sie langjährige Leitung der Cuban-European Youth Academy und u.a. für Elbphilharmonie, TONALi und Heidelberger Frühling tätig.
Wiebke Schoon ist seit 2003 als Veranstaltungskauffrau, später auch als Dipl.-Event-Managerin (komm) für das Musikfestival der Ostfriesischen Landschaft tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen: BesucherInnenbetreuung, Konzertorganisation, Social Media, Musikvermittlung und Personaldisposition.
Oliver Reetz
Konstantin Udert ist Mitgründer des Detect Classic Festival, des Between Mountain Festival (CH) und des Residenzprogramms Detect Lab. Mit GET AHEAD Executive Search GmbH begleitet er Kunst- und Kultureinrichtungen sowie gemeinnützige und öffentliche Unternehmen in der Führungskräftesuche und -auswahl.
Club- und Festivalthemen im Wahlkampf
- Strategien für Sichtbarkeit und Förderung
14.00 - 15.00 Uhr
Gruppenraum (1.4)
Die anstehenden Wahlen werfen ihre Schatten voraus: In Hannover bringt sich KlubNetz im Kommunalwahlkampf 2026 mit der Forderung nach einer strukturellen Clubförderung ein, und auch mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst 2027 stellen sich strategische Fragen für die Festival- und Spielstättenlandschaft in Niedersachsen.
Wie können wir kulturpolitische Anliegen wirksam im Wahlkampf platzieren? Welche Argumente stärken die Festivalkultur im politischen Diskurs? Und welche Ressourcen – Netzwerke, Daten, Allianzen – lassen sich dafür aktivieren?
Es geben die Vorstände Christian Haasen und Gunnar Gessner Einblicke in aktuelle Strategien und laden zur gemeinsamen Entwicklung von Argumentationslinien und politischen Handlungsoptionen ein.
Anna Sommer
Hase (er/ihm) ist seit 5 Jahren mitverantwortlich für das lunatic Festival in Lüneburg und Teil des KlubNetz-Vorstands. Neben Förderungen liegt sein Hauptfokus auf nachhaltigem Veranstalten. Er ist Club of Change-Alumni, einer Nachhaltigkeitsweiterbildung für den Kulturbereich, und ist aktuell Teil der Arbeitsgruppe für ein Deutschlandticket-Kultur, die dafür sorgen will, dass bei jedem Eventticket auch gleich der Nahverkehr inkludiert ist.
Gunnar Geßner ist seit 2017 Projektleitung im MusikZentrum Hannover. Er ist ehrenamtlich im Vorstand von KlubNetz und LiveKomm engagiert. Das KlubNetz vertritt er im Bündnis zur Förderung der Popkultur in Niedersachsen popNDS und war Teil des Teams, das die Gründung einer Koordinationsstelle Nachtkultur in Hannover auf den Weg gebracht hat.
Pejman Nowroozpour
Umsonst & Draußen
14.00 - 15.00 Uhr
Theatersaal
Veranstalter*innen verschiedener Umsonst & Draußen Festivals berichten in kurzen Shortcuts davon, wie sich die Festivallandschaft seit ihrer Gründung vor mehreren Jahrzehnten verändert hat und ob kostenfreie Kulturangebote zukunftsfähig sind.
mit
Nils Dujat (Südwinsen Festival e.V.)
Milan Kairies (Burnout Festival, Rockinitiative Nienburg e.V.)
Linda Rolfsmeyer & Karsten Weishaar (Porta Westfalica, Festivalkult)
Milan Kairies, ist 2. Vorsitzender Rockinitiative Nienburg e.V., die seit vielen Jahr das Umsonst & Draußen Festival "Burnout" organisieren. Er sagt: "Rockmusik war immer mein großes ambitioniertes Ding. Mittlerweile sowohl als Musiker als auch als Veranstalter über den Verein. Sonst arbeite ich seit meinem Masterstudium mit Startups und Selbstständigen im Hafven in Hannover."
Cord Meyer
Nils Dujat hat das Südwinsen Festival in 1996 mit begründet. Seit der Vereinsgründung des Südwinsen Festival e.V in 2008 ist er als 2. Vorsitzender tätig.
Finanzierung x Solidarität
16.00 - 17.00 Uhr
Studio (2.3)
In diesem Programmpunkt treffen zwei solidarische Finanzierungsmodelle mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinander: Der TuttiFonds als unabhängiges Kultur-Solidaritätsprojekt und der Live Music Fund der Bundesstiftung LiveKultur, die beide u. a. über freiwillige Beiträge beim Ticketkauf oder von Kulturinstitutionen Mittel für Spielstätten, Festivals und Nachwuchs generieren wollen.
Gemeinsam sprechen die Initiator*innen darüber, wie solche Fonds praktisch funktionieren, welche Wirkung sie entfalten können und was es braucht, um Kultur langfristig unabhängiger aufzustellen.
mit
Julian Rieken (Studio Otherwise/ betterconcerts.org)
Karsten Schölermann (Bundesstiftung LiveKultur)
Moderation
Julia Gause (Höme)
Peter Adamik
Julian Rieken ist Künstler, Kurator und Kulturberater. Er entwickelt interdisziplinäre Kulturprojekte, künstlerische Formate und kuratorische Dramaturgien an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Gesellschaft. Er studierte Kultur-, Musik- und Medienwissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement in Bremen, Berlin und Salamanca.
Als Gründer von Studio Otherwise unterstützt er Organisationen dabei, komplexe Herausforderungen aus neuen Perspektiven zu betrachten und Kunst und Kultur als Instrumente für nachhaltige und sinnstiftende Transformation zu nutzen. Mit seinem Kollektiv SONIC TOMORROW arbeitet er an der Schnittstelle von experimentellem Klang, künstlerischer Forschung, kritischen Ökologien und sozial engagierter Kunstpraxis.
Über seine Konzertplattform betterconcerts.org kuratiert und dokumentiert er innovative Konzertprojekte und lädt zu einem Austausch vielfältiger Ansätze für die Neuinterpretation der klassischen Konzertform ein. Als Dozent und Mentor ermutigt er junge Musiker*innen und Kulturschaffende, kreative Ideen in die Praxis umzusetzen.
Von 2020 bis 2024 war er Künstlerischer Leiter des IMPULS Festivals und Kurator des Froum für zeitgenössische Musik in Leipztig (FMZL), wo er klangbezogene und performative Formate entwickelte, die künstlerische Innovation mit gesellschaftlicher Teilhabe und Reflexion verbinden.
Karsten Schölermann (Jahrgang 1960) war Anfang der 80er Jahre zunächst Musiker – später studierte er Betriebswirtschaft mit Diplomabschluß.
Er betreibt seit 1983 das Hamburger „KNUST“. Darüber hinaus ist er seit 1994 Besitzer des Livemusiclubs LOGO und seit Januar 2015 als Mitgesellschafter des Harburger Subkulturzentrum "Stellwerk".
Er war von 2012 - 2020 Mitbegründer und Vorsitzender des Bundes-Spielstättenverbandes „LIVEKOMM“ und ist aktuell Vorsitzender der 2021 neu gegründeten „Bundesstiftung Livekultur“.
Zu seinen Hamburger Aktivitäten gehören auch die Veranstaltungen „Knust2Go“ (Diverse Flächen) und „Landungsbrücken Open Air“ (Hafengeburtstag) – und ist seit über 30 Jahren als Freiluft-Veranstalter in der Hansestadt unterwegs. Ergänzt wird das Veranstalterspektrum noch von etwa einem Dutzend Laufsportveranstaltungen. Als jahrelang aktiver Leichtathlet ist er seit 1990 unter anderem für den 10-Kilometer-Lauf um die Alster und den Hamburger Halbmarathon verantwortlich – beide gehören zu den größten ihrer Art in Deutschland.
Paula Tauber
Julia Gause (sie/ihr), wohnhaft in Hannover, seit 2017 ehrenamtliche Festivalmacherin, seit 2025 Teil des Klubnetzvorstands, engagiert sich v.a. für die Themen Antidiskriminierung, Demokratieförderung, Organisationsentwicklug und Gender Gerechtigkeit. Sie arbeitet hauptberuflich bei HÖME in Berlin, einem Netzwerk und Ticketing Plattform für Veranstalter*innen.
Nachhaltigkeit 360°
16.00 - 17.00 Uhr
Gruppenraum (1.4)
Wo anfangen mit der Nachhaltigkeit?! Der Workshop zeigt, wie die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) als Orientierungs-Tool dabei helfen kann, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu denken. Die Teilnehmenden lernen sie als ein 360°-Werkzeug kennen, mit dem sie ihren Status Quo überprüfen, weiße Flecken sichtbar machen und konkrete nächste Schritte gehen können, um ihre Festivals und Spielstätten ökologisch, sozial und organisatorisch weiterzuentwickeln.
mit
Julia Valerie Zalewski (Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel)
Philipp Rösler
Julia Valerie Zalewski ist Kunst- u. Medienwissenschaftlerin und Kulturvermittlerin. Sie arbeitet zu nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Transformationsprozessen im Kultursektor und leitet seit 2025 den Programmbereich Kulturmanagement u. -politik an der ba Wolfenbüttel gemeinsam mit Jérôme Lenzen.
Frischer Wind
16.00 - 17.00 Uhr
Theatersaal
Verschiedene Veranstalter*innen von neu gegründeten Festivals berichten in kurzen Shortcuts davon, was sie dazu bewegt, in Zeiten eines "Festivalsterbens" neue Veranstaltungen zu etablieren und welche neuen Ansätze sie dabei verfolgen.
mit
Mona Hofmann & Kevin Kurmann (Sonne, Moor und Sterne, Amoore e.V.)
Get Loud Against Hate
Christopher Hollmann & Laurin Rutgers (Fair-Weather-Fest Bremen)
Mona Hofmann
Mona und Kevin haben über viele Jahre Konzerte, Festivals, Open-Air-Kinos und mobile Kochaktionen an unterschiedlichsten Orten organisiert. Stets mit selbst gebautem Equipment und Lastenfahrrädern. Im Jahre 2024 haben sie den Entschluss gefasst, auf einen Hof zu ziehen um all ihre Formate im Sonne, Moor und Sterne zu bündeln.
Das Festival „Get Loud Against Hate“ knüpft an die Tradition der Rock gegen Rechts – Konzerte an und ist ein gesellschaftspolitisches Statement für und mit allen Menschen, die ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Homophobie, für den Frieden sowie für religiöse und menschliche Vielfalt setzen wollen. Auf Initiative von Schüler*innen des Schulzentrums Hoya hat sich zusammen mit drei musikbegeisterten Lehrkräften ein Organisationsteam gebildet, das in diesem Jahr zum mittlerweile dritten Mal mit Unterstützung ihres Schirmherren Vom Ritchie (Schlagzeuger der Toten Hosen) dieses familiäre Non Profit Indoor-Festival mit namhaften deutschlandweiten Bands und vielseitigen Info-Ständen auf die Beine stellt.
Stellvertretend für das Team werden Jamina van Veldhuizen, Swer Wapenhensch, Milan Meyer, Maik Landsmann und Sabine Wagner bei der Tagung anwesend sein.
Christoph Hollmann (geboren in Hoya/Weser) & Laurin Rutgers (geboren bei Freiburg i. Breisgau) sind durch diverse DIY Touren in den 10er Jahren schlussendlich im Norden gelandet und haben mit Yannic Arens (geboren in Freiburg) und Claas Reiners 2024 das Fair-Weather-Fest ins Leben gerufen (Erstauflage 2025).
Christopher ist beruflich in einer NGO tätig, Laurin arbeitet bei einem Hamburger Konzertveranstalter.
Samstag (Fachtag Nachtkultur):
Ohne Bus kein Bass
Wo hat die Nacht Platz und welche Wege braucht sie?
11.15 - 12.15 Uhr
Studio (2.3)
mit
Johannes Bernhardt (Landeshauptstadt Hannover - Stadtplanung Hannover Nord)
Nils Donhauser (Koordinationsstelle Nachtkultur)
Wie kann Nachtkultur in Hannover langfristig Raum finden – und wie kommen Menschen überhaupt dorthin? Die Arbeitsgruppe setzt genau an dieser Schnittstelle von Stadtplanung, Mobilität und Nachtkultur an. Gemeinsam mit Akteur*innen der hannoverschen Nachtkulturszene werden Bedarfe an Infrastruktur gesammelt, die für eine lebendige, zugängliche und nachhaltige Nacht in der Stadt notwendig sind.
Die AG versteht sich als Raum für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Analyse aus der Praxis der Nachtkultur. Die gesammelten Bedarfe, Beobachtungen und Ideen bilden zusammengefasst die inhaltliche Grundlage für die anschließende Gesprächsrunde „Let’s Talk – Die Nacht spricht mit“ und fließen dort direkt in den Dialog mit Politik und Verwaltung ein.
Wo findet in einer Stadt Nachtkultur statt und wie kommen wir gut und schnell dahin und wieder zurück? Welche verschiedenen Gebietsarten gibt es in einer Stadt, was sind überhaupt Baunutzungsverordnungen und die TA Lärm? Kann Stadtplanung Nutzungskonflikte vermeiden und so womöglich dazu beitragen, Nachtkulturorte nachhaltig an ihrem Standort zu sichern?
Nach einem Studium der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin ist Johannes Bernhardt (Jahrgang 1970) seit 2005 als Stadtplaner bei der Landeshauptstadt
Hannover auf verschiedenen Positionen für die verbindliche
Bauleitplanung (Bebauungspläne, städtebauliche Projekte) zuständig.
Seine aktuellen Projekte sind der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen
E-Damm und Weidendamm und der Bebauungsplan für das Gebiet
Emil-Meyer-Straße/Hüttenstraße.
Ohne Sicherheit kein Publikum
Was brauchen wir für eine safere Nacht?
11.15 - 12.15 Uhr
Gruppenraum (1.4)
mit
Thea Giebl (Zentrum für Kommunale Kriminalprävention der Landeshauptstadt Hannover / Kommunaler Präventionsrat)
Lorenzo Cherubino Pignataro (Start2Dance e.V. / Fluid Identity Network)
Was bedeutet Sicherheit in der Nacht – und gibt es Unterschiede im Sicherheitsempfinden? Die Arbeitsgruppe widmet sich den Sicherheitsbedarfen der Nachtkultur in Hannover und nimmt dabei bewusst unterschiedliche Perspektiven in den Blick. Gemeinsam mit Akteur*innen der hannoverschen Nachtkulturszene werden Erfahrungen, Bedürfnisse und bestehende Lücken gesammelt, die für eine offenere, zugänglichere und safere Nacht relevant sind.
Dabei wird der Blick auf bestehende Strukturen und Konzepte in Hannover gerichtet. Wie ist der aktuelle Stand in Bezug auf nächtliche Sicherheit? Was kann von bereits gelebten Ansätzen aus der Szene gelernt werden – etwa von Awareness-Konzepten, solidarischen Praktiken oder kommunikativen Lösungen? Und welche Rolle sollten staatliche Akteur*innen dabei einnehmen: mehr Repression oder mehr Dialog, mehr Kontrolle oder mehr Bildung und Prävention?
Die AG versteht sich als Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsame Analyse aus der Praxis der Nachtkultur. Die gesammelten Perspektiven und Bedarfe bilden zusammengefasst die inhaltliche Grundlage für die anschließende Gesprächsrunde „Let’s Talk – Die Nacht spricht mit“. Sie fließen dort direkt in den Dialog mit Politik und Verwaltung ein.
PS-ART
Thea Giebl ist Geschäftsführerin des Zentrums für Kommunale Kriminalprävention und des Kommunalen Präventionsrates der Landeshauptstadt Hannover. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich urbane Sicherheit, Kriminalprävention sowie dem kommunalen Präventionsmanagement. Sie ist Volljuristin und Fachkraft für Kriminalprävention.
Sie war an der inhaltlichen Konzeption der Koordinationsstelle Nachtkultur beteiligt und ist für den Kommunalen Präventionsrat als beratendes Mitglied im Nachtrat aktiv.
Lorenzo Pignataro arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Nachtkultur und Community-Organizing. Als künstlerische und strategische Leitung von Start2Dance e.V. und Initiator des Fluid Identity Network entwickelt er diskriminierungssensible Praxis, Awareness-Strukturen und Formate für eine zugängliche, vielfältige urbane Kultur.
Ohne Clubs kein Cash
Wovon lebt die Nacht?
11.15 - 12.15 Uhr
Theatersaal
mit
Gunnar Gessner (KlubNetz e.V.)
Christian Stöver (DEHOGA)
Wovon lebt die Nacht – und wer lebt von ihr? Die Arbeitsgruppe richtet den Blick auf die Nachtökonomie in Hannover und macht sichtbar, welche wirtschaftlichen Zusammenhänge in Verbindung mit Nachtkultur und Nachtgastronomie stehen. Gemeinsam mit Akteur*innen der hannoverschen Nachtkulturszene werden Bedarfe gesammelt, die für das langfristige Bestehen einer vielfältigen, lebendigen und wirtschaftlich tragfähigen Nacht notwendig sind und diese als wichtigen ökonomischen Faktor für Stadt und Region begreifen.
Gleichzeitig widmet sich die AG der Frage nach Überlebensfähigkeit und Zukunftsperspektiven: Unter welchen Bedingungen können Nachtkultur und Nachtgastronomie in Hannover langfristig bestehen? Wer profitiert wirtschaftlich von der Nacht, und welche Forderungen lassen sich daraus für Akteur*innen der Nachtkultur ableiten? Auch das Zusammenspiel zwischen Nachtgastronomie und Kultur wird betrachtet – mit dem Ziel, Potenziale für stärkere Kooperationen und gegenseitige Unterstützung sichtbar zu machen.
Die AG versteht sich als Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsame Analyse aus der Praxis der Nachtkultur. Die gesammelten Perspektiven und Bedarfe bilden zusammengefasst die inhaltliche Grundlage für die anschließende Gesprächsrunde „Let’s Talk – Die Nacht spricht mit“. Sie fließen dort direkt in den Dialog mit Politik und Verwaltung ein.
Pejman Nowroozpour
Gunnar Geßner arbeitet seit 2017 als Projektleitung im MusikZentrum Hannover (u.a. für Enter The Night). Er ist ehrenamtlich im Vorstand von KlubNetz und LiveKomm engagiert. Beim KlubNetz ist er Teil vom popNDS- und Koordinationsstelle Nachtkultur-Team. Von Livemusik-Club über Partys bis Festival reichen die Erfahrungen.
Let´s Talk
Die Nacht spricht mit
12.30 - 13.30 Uhr
Theatersaal
mit
Liam Harrold (Kulturpolitischer Sprecher - Grüne Ratsfraktion Hannover)
Dr. Axel von der Ohe (Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr LHH)
André Lawiszus (Hannover Veranstaltungs GmbH, Nachtrat)
Moderation
Kristin Wolter
Wie klingt die Nacht, wenn sie selbst zu Wort kommt? In der Gesprächsrunde „Let’s Talk – Die Nacht spricht mit“ treffen die Perspektiven der hannoverschen Nachtkultur direkt auf Politik und Verwaltung. Aufbauend auf den drei vorangegangenen Arbeitsgruppen zu Infrastruktur, Sicherheit und Nachtökonomie werden hier die gesammelten Bedarfe, Beobachtungen und Forderungen aus der Praxis der Nachtkultur gebündelt eingebracht.
Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung greifen diese Themenfelder auf und treten in den direkten Austausch mit den Stimmen aus der Szene. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen, unterschiedliche Perspektiven transparent zu machen und mögliche Ansatzpunkte für konkrete nächste Schritte sichtbar werden zu lassen.
Liam Harrold ist Historiker und seit 2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leibniz Uni Hannover mit Schwerpunkt Public History/ Geschichtskultur. Seit 2021 ist er im Rat der Landeshauptstadt Hannover tätig.
Mirko Weber
Dr. Axel von der Ohe ist am 15. Juli 2021 zum Ersten Stadtrat der Landeshauptstadt gewählt worden. Er ist seit dem 1. Juli 2017 Dezernent für Finanzen und Öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Hannover und ist auch für den Fachbereich Feuerwehr sowie für das Zentrum für Kommunale Kriminalprävention verantwortlich. Dr. Axel von der Ohe studierte in Hannover Politische Wissenschaft und Deutsche Literaturwissenschaft und promovierte 2007. Vor dem Wechsel zur Stadtverwaltung war er bei der Region Hannover als Leiter des Fachbereichs Zentrale Steuerung tätig.
André Lawiszus ist seit 2024 Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH und bringt mit Events wie Maschseefest, Internationalem Feuerwerkswettbewerb, Glitterbox Hannover und Altstadtflohmarkt Kultur und Entertainment in die Stadt. Zuvor gestaltete er als Co-Founder der The Next Generation UG von 1995–2020 Highlights wie Der Rote Salon, Der Sonne entgegen und Nacht der Nächte.
Raus aus dem Verwaltungslabyrinth
Impuls & Q&A
14.00 - 15.30 Uhr
Gruppenraum (1.4)
mit
Daniel Bister (Eventmanagement Landeshauptstadt Hannover)
Wer ist eigentlich wofür zuständig in der Stadtverwaltung? Der Impuls „Raus aus dem Verwaltungslabyrinth“ macht kommunale Strukturen verständlicher und gibt Einblicke in das Zusammenspiel verschiedener Verwaltungsbereiche mit Blick auf Kulturorte und Nachtkultur.
Ausgehend vom Verwaltungsorganigramm wird aufgezeigt, welche Dezernate, Fachbereiche und Stellen für unterschiedliche Themen relevant sind – etwa bei Fragen zu Nutzungsgenehmigungen, Lärmschutz, Bau, Sicherheit, Stadtplanung oder Kulturförderung. Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, an welchen Punkten Entscheidungen über Räume für Kultur getroffen werden und wie Prozesse innerhalb der Verwaltung ablaufen.
Der Impuls soll helfen, Strukturen transparenter zu machen und Handlungsspielräume besser einschätzen zu können.
Im anschließenden Q&A haben Akteur*innen der Szene die Möglichkeit, eigene Fragen einzubringen und Unsicherheiten zu klären.
Der Programmpunkt versteht sich als Orientierungshilfe und Türöffner – mit dem Ziel, Hemmschwellen abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen Szene und Verwaltung greifbarer zu machen.
Read the Room
Welche Tür für welchen Raum?
14.00 - 15.30 Uhr
Theatersaal
mit
Ferry Ghods (Monkey Bar)
Ali Haghnessar-Fard (Trust Dienstleistungen)
Claudia Haß (Hannover Concerts / Capitol Hannover)
Emelie Schömburg (Indiego Glocksee / UJZ Glocksee e.V.)
Moderation
Ilka Theurich (Studio: Ilka Theurich - coaching lab)
Die Tür ist mehr als ein Eingang – sie beeinflusst Atmosphäre, Publikum und Sicherheitsgefühl eines Clubs maßgeblich. In der Gesprächsrunde „Read the Room – welche Tür für welchen Raum?“ sprechen hannoversche Clubbetreibende über Türpolitik als kulturelle, soziale und wirtschaftl. Praxis.
Im Fokus steht, wie unterschiedliche Räume unterschiedliche Security- und Türkonzepte brauchen: Welche Kriterien spielen eine Rolle, wer wird angesprochen – und wie verändert Türpolitik den Vibe im Club? Auch Erfahrungen aus veränderten Konzepten, Rückmeldungen vom Publikum und die Frage, wie viel Zeit und Verantwortung Prozesse an der Tür brauchen, werden aufgegriffen.
Gleichzeitig geht es um Rollen, Verantwortung und sensible Situationen: Aufgabenverteilung, Deeskalation und den Umgang mit Abweisungen, Rauswürfen und Hausverboten.
Die Runde versteht sich als Raum für kollegialen Austausch und gemeinsames Lernen mit dem Ziel, Türpraxis reflektiert, fair und verantwortungsvoll zu gestalten.
Ferry Ghods ist DJ, Music Man, Producer/ Club Owner / Veranstalter/ Organizer.
Ali Haghnessar-Fard ist Gründer eines erfolgreichen Sicherheitsunternehmen mit über 20 Jahren Erfahrung im Party- und Nachtleben.
Durch seine langjährige Tätigkeit in Clubs, bei Großveranstaltungen und exklusiven Events bringt er umfassende Expertise in Sachen Einlasskontrollen, Konfliktmanagement, Personenschutz und Veranstaltungsbetreuung mit.
Claudia Haß, geboren 1990 in Dresden, ist seit über 15 Jahren mit großer Leidenschaft im Veranstaltungsbereich aktiv. Während ihrer langjährigen Tätigkeit bei einer Agentur in Braunschweig organisierte sie zahlreiche Shows und Konzerte – nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin.
Seit 2022 gehört sie zum Team von Hannover Concerts, dem größten Konzertveranstalter Niedersachsens, mit jährlich bis zu 450 Events. Dort leitet sie unter anderem das Clubteam und ist verantwortlich für die Organisation des Capitols sowie des NDR 2 Papenburg Festivals.
Emelie „Emmi“ Schömburg (sie/ihr) ist eine von drei geschäftsführenden Personen sowie verantwortlich für Booking und Leitung Sicherheit & Awareness im Indiego Glocksee des UJZ Glocksee e.V. in Hannover. Seit 2012 in der Festival- und Clubkultur aktiv, seit 2017 auch in Stadt- und Raumentwicklung, seit 2021 in der Glocksee.
China Hopson
Ilka Theurich – Business-Coach, Mentor*in und Performancekünstler*in aus Hannover – verbindet systemisches Denken mit kreativer Energie. Sie begleitet Veränderungsprozesse, stärkt FLINTA*-Leadership und fördert werteorientierte Kommunikation in Unternehmen. Mehr unter ilka-theurich-coaching.de.
No Data, No Love?
Benötigt Hannovers Nachtleben eine Studie?
14.00 - 15.30 Uhr
Studio (2.3)
mit
Maximilian Frey (Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung Wirtschaftsförderung)
Andrea Ferber (Landeshauptstadt München, Sozialreferat, Fachstelle MoNa – Moderation der Nacht)
Moderation
Amelie Dresel (Conoscope Leipzig)
Welche Rolle spielen Daten, wenn es darum geht, den Wert der Nachtkultur sichtbarer und politisch argumentierbar zu machen? „No Data, no Love?“ setzt sich mit der Frage auseinander, was eine Nachtökonomiestudie leisten kann – und wo ihre Grenzen liegen.
Gemeinsam mit Expert*innen aus München und Stuttgart wird erläutert, wie Nachtökonomiestudien aufgebaut sein können, welche Bereiche abgebildet werden (z.B. wirtschaftliche Effekte, Beschäftigung, Tourismus) und was dabei zwangsläufig schwer messbar bleibt. Ein Fokus liegt außerdem darauf, welche Rolle Spielstätten und Nachtgastronomie dabei spielen: Welche Daten müssten Betriebe liefern, welcher Aufwand entsteht – und welche Chancen können sich daraus für Sichtbarkeit und politische Argumentation ergeben?
In einem interaktiven Austausch mit dem Publikum wird ein erstes Stimmungsbild eingeholt: Welche Erwartungen, Bedarfe oder Bedenken gibt es in der Szene? Im Gespräch mit den Expert*innen wird gemeinsam ausgelotet, was für Hannover realistisch möglich ist und wie eine Studie gestaltet sein müsste, um der Vielfalt der Nacht gerecht zu werden.
Maximilian Frey ist ausgebildeter Stadt- und Regionalplaner mit Schwerpunkt auf Bestandsentwicklung und Quartiersmanagement. Als Projektleiter für die Koordination des Nachtlebens bei der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart bildet er gemeinsam mit Nils Runge, Nachtmanager beim Pop-Büro Region Stuttgart, die Koordinierungsstelle Nachtleben.
Andrea Ferber studierte in 2013 Kommunikationswissenschaft in London. Seit 2022 arbeitet sie bei der Landeshauptstadt München als Leitung der Fachstelle MoNa - Moderation der Nacht.
Amelie Dresel ist Wissenschaftlerin mit einem Hintergrund in empirischer Sozialwissenschaft und Governance. Ihre Schwerpunkt sind für die Schnittstelle zwischen Nachtleben und Stadtverwaltung. Nach Tätigkeiten in der universitären Forschung, Stadtverwaltung und einem Nachbarschaftsprojekt arbeitet sie nun als Beraterin für Conoscope Leipzig. Amelie war Teil des Kuratorenteams der mitteldeutschen Nachtkulturkonferenz (mina-konferenz.de), aktiv bei der Stadt nach Acht 2025 (2025.stadt-nach-acht.de) und leitet das Dokumentationsprojekt Lost Clubs Leipzig (livekommbinat.de/projekte/lostclubsleipzig).
Freiflächen weiterdenken
Wo stehen wir und was brauchen wir (noch)?
16.30 - 18.00 Uhr
Gruppenraum (1.4)
mit
Bernd Jacobs (Landeshauptstadt Hannover - Junge Kultur)
Martina Ketterer (Agentur für kreativen Zwischenraumnutzung e. V.)
Pia Schöningh (Landeshauptstadt Hannover - Fachbereich Umwelt und Stadtgrün)
Hannover hat eine lebendige und vielfältige Kulturszene, die gerade in den warmen Monaten gerne unter freiem Himmel veranstaltet. Gleichzeitig wissen wir alle: Veranstaltungen können nicht einfach überall und jederzeit stattfinden. Genau hier setzt die Frage von Freiflächen als Möglichkeitsräume für Veranstaltungen in Hannover an.
Zukünftig sollen geeignete Orte für Veranstaltungen im Außenraum - aber auch darüber hinaus - übersichtlich gesammelt werden. Für jede aufgeführte Fläche ist ein Steckbrief geplant, der zeigt, was dort stattfinden kann, wie oft und wie lange, und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen. Die Idee stammt aus dem Kulturentwicklungsplan (KEP) der Landeshauptstadt Hannover und wurde durch einen Impuls aus dem Nachtrat als besonders wichtiges Thema hervorgehoben.
Auf unserem NACHTtag möchten wir nun gemeinsam mit euch herausfinden, wie groß der Bedarf an Freiflächen wirklich ist und was es für eine gute und praxisnahe Übersicht über solche Flächen braucht.
Zum Einstieg gibt es kurze Impulse von:
- Bernd Jacobs (LHH Kulturbüro / Junge Kultur) – KEP & Möglichkeitsräume
- Pia Schöningh (LHH Fachbereich Umwelt und Stadtgrün) – Freiflächen in Hannover
- Martina Ketterer (Agentur für kreative Zwischenraumnutzung) – Werkstatt mit geballtem Wissen für Veranstaltende
Anschließend möchten wir mit euch ins Gespräch kommen. Eure Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen sind uns besonders wichtig, um gemeinsam herauszuarbeiten,was bei der Entwicklung von Übersichten zu Freiflächen als mögliche Veranstaltungsorte unbedingt bedacht werden sollte.
Wir freuen uns auf den Austausch mit euch und viele wertvolle Impulse!
Bernd Jacobs ist Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, Kulturmanager und systemischer Coach. Er ist Erfinder und Leiter des Sachgebiets Junge Kultur im Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Es geht dabei um eine Ermöglichungs- und Anerkennungskultur für junge Kulturschaffende die mit ihren Ideen und Projekten oftmals keinen Zugang zu Verwaltung und Förderung haben. Federführend hat
er gemeinsam mit dem Klubnetz e.V. die Koordinationsstelle Nachtkultur konzipiert und auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 hatte er die Projektleitung für den hannoverschen Kulturentwicklungsplan „Vorwärts nach Weit und hat sich in der Umsetzung auf das Handlungsfeld „Für Kultur als Möglichkeitsraum“ fokussiert."
Julius Matuschik
Martina Ketterer ist seit September 2021 im Team von Zwischenraum Hannover und vermittelt leerstehende Räume in Hannover und der Region an Künstler*innen und Kulturschaffende, um diese mit Kunst und Leben zu füllen. Gemeinsam mit den Akteur*innen entwickelt sie Formate, die künstlerische Prozesse sichtbar und erlebbar machen. Darüber hinaus unterstützt sie die freie Kulturszene in ihrem Finanz-Minijob bei der VereintenKultur Hannover.
Das ist unser Haus!
Wie können wir uns gegen rechte Einflussnahme und rechte Angriffe schützen?
16.30 - 18.00 Uhr
Theatersaal
mit
Kai Weber (Verwaltung für Demokratie e.V.)
Kimberly Juilfs (Lutherkirchentreff e.V./ Kopernikus)
Leila Döring (KlubNetz e.V.)
Kiriakoula Kremantzouli (Kulturzentrum Pavillon/ Bürgerinitiative Raschplatz e. V.)
Moderation
Julia Gause (Klubnetz e.V. / Fuchsbau e.V.)
(Nacht)Kulturorte sind Räume für Vielfalt, Ausdruck und Begegnung – und stehen gleichzeitig immer wieder unter Druck durch rechte Einflussnahme, Bedrohungen oder gezielte Störungen. In der Gesprächsrunde „Das ist unser Haus!“ sprechen Menschen vom Podium über unterschiedliche Formen rechter Strategien im Kontext von Kulturorten: von subtilen Versuchen der Einflussnahme bis hin zu offenen Angriffen.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Erfahrungen: Was haben Beteiligte erlebt, wie wurde damit umgegangen, und welche Entscheidungen mussten infolge solcher Vorfälle getroffen werden? Wurde Öffentlichkeit gesucht oder bewusst vermieden? Welche Maßnahmen haben sich als hilfreich erwiesen, wo gab es Unsicherheiten oder fehlende Unterstützung?
Auch die Perspektive der Verwaltung wird einbezogen: Mit welchen Herausforderungen hat sie im Umgang mit rechten Vorfällen zu tun, und wo gibt es Schnittstellen zur Szene? Die Runde fragt danach, wie Erfahrungen geteilt, Wissen gebündelt und Strategien gemeinsam weiterentwickelt werden können – zwischen Kulturorten, Initiativen und Verwaltung.
Die Gesprächsrunde versteht sich als Raum für Austausch, Stärkung und kollektives Lernen mit dem Ziel, Handlungssicherheit zu gewinnen und solidarische Strukturen gegen rechte Einflussnahme zu festigen.
Kai Weber ist Gründungsmitglied und ehrenamtlicher Vorstand des Verwaltung für Demokratie e.V. Im Verein engagieren sich Verwaltungsmitarbeitende für den Schutz der freiheitlich demokratischen Grundordnung in der und durch die Verwaltung. Die Vision: Eine resiliente Verwaltung mit gemeinsamen Werteverständnis schafft Handlungssicherheit und stärkt Strukturen gegen demokratiefeindliche Angriffe. Kai hat einen Studienabschluss in Wirtschaftsgeografie, ist leidenschaftlicher Mountainbiker und immer gerne an verschiedensten Orten im kulturellen Nachtleben Hannovers unterwegs.
Kimberly Juilfs ist vor 11 Jahren nach Hannover gezogen, um ihre Ausbildung zu machen. In der Kopi hat sie ihre ersten sozialen Kontakte geknüpft und ein völlig neues Umfeld für sich gefunden, das für sie eine Art Wohnzimmer-Feeling hat.
Sie arbeitet mittlerweile in einer 4-Tage-Woche als Friseurin/Kosmetikerin. Seit einigen Jahren engagiert sie sich in der Kopi und kann sich dort mit Workshops in ihren Interessenfeldern selbstverwirklichen und gleichzeitig Fertigkeiten und Wissen weitergeben und auch selbst viele neue Dinge lernen, da das Motto der Kopi stets D.I.Y. war. Das letzte Jahr war Kimberly im 2. Vorsitz tätig und seit diesem Jahr im 1.Vorsitz.
Leila Döring bewegt sich irgendwo zwischen Hamburg und Hannover und vernetzt dort Menschen, Strukturen und Ideen. Seit 2008 lebt sie als Wahl-Hannoveranerin in der Stadt und ist seit vielen Jahren aktiv in der Musik- und Veranstaltungsszene. Nach den Anfängen im Konzertbooking und als Haustechnikerin an verschiedenen Orten war sie unter anderem 2021 als technische Leitung beim KommRaus Festival tätig.
In 2015 hat sie den KlubNetz e.V. mit begründet und engagiert sich bis heute intensiv für solidarische und sichere Kulturräume. So hat sie Awareness-Konzepte für verschiedene Festivals und Clubs mitentwickelt und war am Aufbau des Care Teams in der Glocksee beteiligt. Außerdem ist sie aktiv bei aware.nds (KlubNetz/Musikland) und in der Awareness AG der LiveKomm. Ein aktuelles Projekt ist die inhaltliche Mitgestaltung einer Broschüre der LiveKomm und dem Bundesverband Mobile Beratung, um Veranstaltende zu unterstützen und über Gefahren von rechtsextremen Einflüssen zu informieren.
Kiriakoula Kremantzouli ist Kommunikationsdesignerin und Kulturmanagerin. Sie studierte an Kunsthochschulen in Braunschweig und Athen. Seit 2023 ist sie Co-Leitung des Kulturzentrums Pavillon mit Schwerpunkt Programm, zuvor war sie Co-Leitung/Kulturmanagerin am PLATZprojekt. Seit 2010 führt sie in einem gleichberechtigten Duo das Designbüro ItYt und war auch in der Lehre tätig.
Paula Tauber
Julia Gause (sie/ihr), wohnhaft in Hannover, seit 2017 ehrenamtliche Festivalmacherin, seit 2025 Teil des Klubnetzvorstands, engagiert sich v.a. für die Themen Antidiskriminierung, Demokratieförderung, Organisationsentwicklug und Gender Gerechtigkeit. Sie arbeitet hauptberuflich bei HÖME in Berlin, einem Netzwerk und Ticketing Plattform für Veranstalter*innen.
Den Algorithmus buchen lassen?
16.30 - 18.00 Uhr
Studio (2.3)
mit
Gwenola Gabriella/ Gege (DJ Kekeli)
Runa Jagdt (Qenem / Newcomer*Acts)
Luna Jurado (Faust e.V.)
Moderation:
Mara Lukes (Cafe & Indiego Glocksee | KiezKultur Festival | Girls* Get Shit Done | Need More Speed Hannover)
Wer entdeckt heute eigentlich neue Acts? Wir oder der Algorithmus? Auf diesem Panel sprechen wir darüber, wie Empfehlungslogiken Booking-Entscheidungen beeinflussen, wo sie hilfreich sind und wo sie uns einschränken können. Welche Daten nutzen wir bewusst, welche blenden wir aus – und wie behalten wir als Booker:innen die kuratorische Hoheit?
Emilia Wassiliadou
Kekeli (she/her) ist eine Afro-Deutsche DJ aus Hannover mit Wurzeln in Togo. Ihre Leidenschaft für Musik kennt keine Grenzen, und sie fühlt sich tief mit ihr verbunden. Musik ist für Kekeli ein essenzielles Mittel des Selbstausdrucks und begleitet sie auf ihrem Lebensweg. Sie bringt frische und vielfältige Klänge auf die Tanzflächen. Für Kekeli ist das Auflegen eine Hommage an ihre kulturellen Wurzeln. Ihr Motto: Appreciation over Appropriation, period.
Luna Jurado ist seit über 11 Jahren im Kulturzentrum Faust tätig und hat sich in dieser Zeit in
verschiedenen Bereichen der Veranstaltungsorganisation und -leitung etabliert. Nach einer
Ausbildung im Bookingbüro zur Veranstaltungskauffrau übernahm sie vor 3,5 Jahren die
Geschäftsführung des Kulturzentrums, wo sie maßgeblich zur Weiterentwicklung und erfolgreichen Positionierung des Hauses beiträgt. Die Faust ist ein etablierter Ort in Hannovers alternativer Clubszene und setzt sich hier aktiv für Awareness, Gender Equality und den Generationswechsel ein.
Als junge Frau in einer Führungsposition ist es Luna Jurado ein großes Anliegen, die Strukturen für FLINTA*-Personen in der Musikbranche zu verbessern. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sich Luna Jurado seit 3,5 Jahren ehrenamtlich als Vorsitzende des Vereins "Freie Kunst und Kultur Hannover e.V." und setzt sich für die Förderung der freien Kulturszene in Hannover ein.
Außerdem koordiniert sie das Awarenessnetzwerk „wetakecare“.
Elina.gre
Runa, 24 Jahre alt, ist in Hannover geboren und aufgewachsen und studiert Sozialwissenschaften. Seit rund einem Jahr engagiert sie sich ehrenamtlich in der Kulturbranche und hat gemeinsam mit Zoe das Projekt NewcomerActs* ins Leben gerufen, das aufstrebenden Künstlerinnen eine Plattform bietet. Parallel dazu ist sie seit etwa 1,5 Jahren als DJ aktiv und bringt ihre Leidenschaft für Musik auf die Bühne. Kürzlich ist sie zudem Teil der Organisationsgruppe des FLINTA-Netzwerks Qenem geworden. Runa verbindet mit großer Begeisterung gesellschaftliche Themen mit Kulturarbeit und setzt sich aktiv für kreative und soziale Räume ein.
Nancy Heusel
Mara hat im Oktober 2020 ihren Bachelor Veranstaltungsmanagement an der Hochschule Hannover begonnen. Seitdem ist sie in der Veranstaltungs- und Musikwirtschaft aktiv, unter anderem für das Cafe & Indiego Glocksee, das KiezKultur Festival, das Projekt Girls* Get Shit Done und für das Kollektiv Need More Speed Hannover, wobei sie die Zielsetzung verfolgt, eine nachhaltige, diverse und gleichberechtigte Branche zu etablieren.
Fragen oder Wünsche?
| T | 0511-642 792 03 |
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Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.