aware.nds
Ein Projekt zur Stärkung einer diskriminierungssensiblen Musikkultur von Musikland Niedersachsen und Klubnetz e.V.
Über das Projekt
Das Projekt beinhaltet:
- modulares Fortbildungsprogramm (neue Termine ab Januar 2026 in Hannover, Osnabrück und Lüneburg)
- ThinkTank - Netzwerktreffen zur Entwicklung von Ideen und Perspektiven
- kollegiale Fallberatungen zum Austausch über Arbeitssituationen und Herausforderungen
Johannes Krüger für snntg e.V.
aware.nds bietet Menschen aus der Awarenessarbeit sowie allen Interessierten verschiedene kostenfreie Veranstaltungen an.
Fortbildungen
Um Menschen, die in der Awarenessarbeit tätig sind weiterzubilden oder Personen, die in der Awarenessarbeit tätig werden wollen auszubilden, bieten wir auch 2026 in verschiedenen Städten Niedersachsens (modulare)
Fortbildungsangebote an.
Die Fortbildungen in Lüneburg und Osnabrück sind modular konzipiert. Die Module bauen aufeinander auf und sollen zur Qualifizierung dienen.
Ein Einstieg ist in jedem Modul und auch für einzelne Module möglich.
Wir bieten die Fortbildungen kostenlos an, es fällt jedoch bei Anmeldung eine Verpflegungspauschale von 15 € pro Termin an.
Dafür
seid ihr während des Workshops komplett mit (nicht-alkoholischen)
Getränke, Kaffee, Snacks und einem warmen veganen Mittagessen voll
umsorgt.
Sollten das Eure aktuellen finanziellen Möglichkeiten nicht
ermöglichen, meldet Euch gerne per Mail bei uns und wir finden eine
Lösung.
Ihr erhaltet am Ende der Reihe eine Teilnahmebestätigung, die Ihr als Nachweis über die Qualifizierung nutzen könnt.
Für den Bildungsurlaub an der VHS Hannover gelten gesonderte Konditionen, die ihr bitte der Anmelde-Seite der VHS entnehmt.
Osnabrück
Ein Kooperationsprojekt mit Lagerhalle, Fokus e.V., Referat Chancengleichheit der Stadt Osnabrück
Ort und Zeit: Fünf Samstag im Januar bis März 2026 in der Lagerhalle (für den Veranstaltungsort ist ein rollstuhlgerechter Zugang vorhanden, weitere Informationen zur Barrierefreiheit findet ihr auf der Seite der Lagerhalle)
| 10. Januar
Lagerhalle (Osnabrück) | Einführung in die AwarenessarbeitInhalte & Referent*innen
|
Hier jetzt für Modul 1 anmelden! |
| 24. Januar | Umgang mit sexualisierter Gewalt und betroffenen PersonenInhalte & Referent*innen
| Hier jetzt für Modul 2 anmelden! |
| 7. Februar
Lagerhalle (Osnabrück) | Intersektionalität und diskriminierungssensible PraxisInhalte & Referent*innen
| Hier jetzt für Modul 3 anmelden! |
| 21. Februar Lagerhalle (Osnabrück) | Erstellung von Awarenesskonzepten und nachhaltigen StrukturenInhalte & Referent*innenInhalt: Dieses Modul richtet sich an Kulturschaffende, die gerne eigene Awarenesskonzepte für ihre Räume und Veranstaltungen erarbeiten oder weiterentwickeln möchten. Im Workshop werden wir darüber sprechen, aus welchen Bausteinen sich ein ganzheitliches Awareness Konzept zusammensetzt, wie Awareness von innen nach außen gedacht werden kann und warum Awareness mehr ist als die Umsetzung eines Unterstützungskonzepts auf Veranstaltungen. Anhand von Best Practice Beispielen möchten wir uns anschauen, wie Unterstützungskonzepte für unterschiedliche Formate aussehen können und beginnen erste Maßnahmen für eure Veranstaltungen zu entwickeln. Ein Fokus wird dabei auf der Zusammenarbeit mit relevanten Gewerken wie Security und Barpersonal liegen. Zudem erhalten die Teilnehmenden Hilfestellungen und Fachwissen, um Maßnahmen und Mindeststandards zur Qualitätssicherung bei Awareness Konzepten zu etablieren.
| Hier jetzt für Modul 4 anmelden! |
| 7. März
Lagerhalle (Osnabrück) | Leitungsaufgaben und Selbstfürsorge in AwarenessteamsInhalte & Referent*innen
| Hier jetzt für Modul 5 anmelden! |
Lüneburg
Ein Kooperationsprojekt mit lunatic e.V.
Ort und Zeit: Fünf Tage im April 2026 im utopia
| 4. April
utopia (Lüneburg) | Einführung in die AwarenessarbeitInhalte & Referent*innen
|
Hier jetzt für Modul 1 anmelden! |
| 11.April | Intersektionalität und diskriminierungssensible PraxisInhalte & Referent*innen | Hier jetzt für Modul 2 anmelden! |
| 12. April
utopia (Lüneburg) | Umgang mit sexualisierter Gewalt und betroffenen PersonenInhalte & Referent*innen
| Hier jetzt für Modul 3 anmelden! |
| 25. April utopia (Lüneburg) | Erstellung von Awarenesskonzepten und nachhaltigen StrukturenInhalte & Referent*innenWeitere Informationen folgen in Kürze. | Hier jetzt für Modul 4 anmelden! |
| 26. April
utopia (Lüneburg) | Leitungsaufgaben und Selbstfürsorge in AwarenessteamsInhalte & Referent*innen
| Hier jetzt für Modul 5 anmelden! |
Bildungsurlaub: Awarenessarbeit bei Kulturveranstaltungen (März 2026)
Ein Kooperationsprojekt mit der VHS Hannover und act aware e.V.
Ort und Zeit: 2. bis 6. März 2026 in der VHS Hannover (Infos zur Barrierefreiheit)
Bildungsurlaub: Ein Bildungsurlaub gibt Arbeitnehmer*innen gesetzlich geregelt die Möglichkeit, ein paar Tage von der Arbeit freigestellt zu werden, um an anerkannten Weiterbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen (wie etwa dieser Fortbildungsreihe) teilzunehmen.
Inhalt: Der fünftägige Kurs vermittelt Grundlagen und vertiefende Inhalte zur Awarenessarbeit. Er richtet sich insbesondere an Menschen, die ehrenamtlich oder beruflich in die Organisation öffentlicher Veranstaltungen auf Festivals, Stadtfesten, Open Airs, Konzertreihen oder in Clubs eingebunden sind.
Das erwartet euch im Programm:
| Tag 1 | Einführung in die Awarenessarbeit |
| Tag 2 | Intersektionalität und diskriminierungssensible Praxis |
| Tag 3 | Umgang mit sexualisierter Gewalt und betroffenen Personen |
| Tag 4 | Erstellung von Awarenesskonzepten und nachhaltigen Strukturen |
| Tag 5 | Leitungsaufgaben und Selbstfürsorge in Awarenessteams |
ThinkTank - Netzwerktreffen
Der ThinkTank vernetzt Awareness-Netzwerke und engagierte Awarenesspersonen verschiedener Kontexte aus Niedersachsen. Er dient als Austauschplattform und fungiert gleichzeitig als fluider Beirat, um verschiedene Perspektiven und Expertisen in die Weiterentwicklung von Konzepten und Awarenessstrukturen einfließen zu lassen. Er ist offen für alle Interessierten.
Termine für das Netzwerktreffen:
| ThinkTank Netzwerktreffen zum Austausch und zur Weiterentwicklung von Ideen und Konzepten | Anmeldung |
Kollegiale Fallberatung
Die Fallberatung bietet einen geschützten Rahmen, um herausfordernde Situationen aus der Awareness-Praxis gemeinsam zu betrachten und einzuordnen. Sie richtet sich an Teams, Kollektive und Veranstaltende, die konkreten Fällen beschäftigen und dabei Orientierung, Entlastung oder neue Blickwinkel suchen.
Auch wenn Awareness-Strukturen sorgfältig aufgebaut sind, können Situationen entstehen, die über Routinen hinausgehen, Unsicherheit auslösen oder offene Fragen hinterlassen. In der Fallberatung wird bewusst Zeit genommen, um solche Fälle aus der Praxis herauszulösen, zu strukturieren und gemeinsam zu bearbeiten. Der Fokus liegt dabei nicht auf schnellen Lösungen, sondern auf einem vertieften Verständnis der Situation, der beteiligten Dynamiken und der eigenen Rolle.
Die Beratung folgt einem klaren Ablauf, der es ermöglicht, unterschiedliche Perspektiven zusammenzutragen und daraus tragfähige Handlungsoptionen zu entwickeln. Dabei entstehen Impulse, die nicht als Anweisungen oder Bewertungen verstanden werden sollen, sondern als Unterstützung, um die eigene Einschätzung zu schärfen und Handlungsspielräume sichtbar zu machen.
Ein wichtiger Bestandteil der Fallberatung ist zudem das Vermitteln von Methoden zur gemeinsamen Reflexion, die auch nach der Beratung in der eigenen Arbeit angewendet werden können. Insbesondere im Umgang mit belastenden oder komplexen Situationen.
Hinweise zu Grenzen des Formats
Bestimmte Fälle können den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen einer einzelnen Fallberatung überschreiten. Dazu zählen insbesondere Situationen mit anhaltender Gefährdung, komplexen Macht- oder Abhängigkeitsverhältnissen oder fortlaufenden Grenzverletzungen, etwa bei Stalking, schwerer sexualisierter Gewalt oder eskalierenden Konflikten. In solchen Fällen kann die Fallberatung eine erste Orientierung bieten, ersetzt jedoch keine längerfristige Begleitung, Krisenintervention oder spezialisierte Fachberatung. Bei Bedarf kann gemeinsam ausgelotet werden, welche weiteren Schritte oder Unterstützungsangebote sinnvoll sind.
Referent*in: Jori (they/them), 26 Jahre alt, lebt in Hamburg und kommt selbst ursprünglich aus dem Veranstaltungskontext als veranstaltende und organisierende Person. Heute begleitet Jori Veranstaltende aus unterschiedlichsten Bereichen (bspw. Tattooconventions, Demonstrationen, Festivals) beim Aufbau und der Umsetzung von Awareness-Strukturen.
Jori ist neurodivergent und queer und legt in der eigenen Arbeit großen Wert auf machtkritisches, queerfeministisches Handeln sowie auf ein bewusstes Umgehen mit Privilegien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Aufarbeitung von Vorfällen und der Begleitung von Strukturen dabei, misogyne, patriarchale und diskriminierende Muster sichtbar zu machen, zu hinterfragen und nachhaltig zu verändern.
Termine für die kostenfreie kollegiale Fallberatung:
17. Februar 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr (online) | Kollegiale Fallberatung
Austausch zu Herausforderungen und Problemstellungen und zur Weiterentwicklung von Konzepten | Zur Anmeldung |
| 31. März 2026,
18:00 bis 19:30 Uhr (online) | Kollegiale Fallberatung Austausch zu Herausforderungen und Problemstellungen und zur Weiterentwicklung von Konzepten | Zur Anmeldung |
In dieser Broschüre vom Projekt "support(fx)" der Initiative Awareness befinden sich Informationen über alle relevanten Punkte in Bezug auf den Umgang mit Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt bei Veranstaltungen. Sie bietet einen detaillierten Überblick zum Thema "Awareness".
Ein Überblick der Initiative Awareness über die 10 Must-Haves zur Einführung von Awareness-Strukturen und funktionierenden Awareness-Teams
Dieser Leitfaden, welcher von den Awareness-Teams der Festivals "snntg" und "appletree garden" entstanden ist, enthält alle nötigen Informationen zur Erstellung von Awareness-Konzepten für Festivals
Die Mindeststandards für die Awareness-Arbeit wurden in einem Prozess von verschiedenen Akteur*innen aus dem Awareness-Bereich erarbeitet und können eine gemeinsame Grundlage für verlässliche Awareness-Arbeit bieten.
Eine Liste von Fachbegriffen rund um das Thema Awareness von Clubverstärker Bremen.
- und eine Begriffsliste erstellt von der Awareness Akademie.
Fragen & Antworten
aware.nds ist ein Kooperationspojekt von Musikland Niedersachsen und Klubnetz e.V.
Das Projekt wird gefördert von der Initiative Musik gGmbH aus Mitteln der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien sowie vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover aus dem Bereich #jungekulturhannover sowie durch das Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück.
Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.