PERSPEKTIVEN

Die Jahreskonferenz Musikland Niedersachsen 2021 findet am 9. November 2021 im Kulturzentrum Pavillon Hannover statt.

Programm

09:30Ankommen und Eröffnung des interaktiven Foyers
10:30
Begrüßung mit Lothar Mohn, Präsident des Landesmusikrat Niedersachsen e.V. & Friederike Ankele, Leitung Musikland Niedersachsen
10:40Grußwort von Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur (per Video)
10:45Eröffnender Impuls mit Felix Brückner (Initiative Barrierefrei Feiern)
anschließender Austausch zum Thema Perspektiven
11:45Kaffeepause

12:00 – erste Workshopphase in 3 Strängen:

Leichte Sprache leichtgemacht

Workshop mit Marie Hoepfner (mog61 e.V.)

Inklusive Projekte konzipieren

Workshop mit Christiane Joost-Plate (InkluVision e.V.)

Hörgesundheit von Musiker:Innen. Neue Entwicklungen und Perspektiven

Workshop mit Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller

13:00Mittagspause
14:00Erfahrungsraum Musik: musikalische Kostprobe aus der Praxis

14:30 – zweite Workshopphase in 3 Strängen:

Best Practice Barrieresensibilität

mit Impulsen von

Johanna Ruppert (Orchester im Treppenhaus)
Jörg Bachmann (Kultur im Esel e.V.)

Freiräume für Freigeister – Inklusive Musikvermittlung (Teil 1)

Workshop mit Christof Littmann

Diversity und Vielfaltskonzepte in Kulturteams

Workshop mit Andrea-Vicky Amankwaa-Birago

15:30 Kaffeepause

16:00 – dritte Workshopphase in 3 Strängen:

Musikerleben für Alle.
Barrierefreiheit von analogen und digitalen Kultur-Veranstaltungen & Inklusion durch Kultur schaffen

Workshop mit Thorsten Hesse (handiclapped) & Matthias Strobel (MusicTech Germany)

Freiräume für Freigeister – Inklusive Musikvermittlung (Teil 2)

Workshop mit Christof Littmann

Künstler:in werden - mehr Chancen in der Ausbildung?

Podiumsdiskussion zu inklusiven Ausbildungsangebote an künstlerischen Hochschulen mit

Prof. Dr. Ina Henning (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
Angela Müller-Giannetti (EUCREA e.V.)
Benedikt Lika (Musiker, Komponist und Kommunalpolitiker)

17:30 – Abschlussrunde mit frischen Perspektiven

weitere Angebote

Der große Saal des Kulturzentrum Pavillon verwandelt sich für unsere Jahreskonferenz in einen vielfältigen Ort für Begegnungen, aber auch der Regeneration.

Eine Relax-Area bietet hier einen Rückzugsraum, für alle die kurz Verschnaufen müssen.

  • Für künstlerische Inspirations-Schübe sorgt vor dem Kulturzentrum das QuartettPLUS1 mit dem Projekt Geschenkt.
    Für die 1:1 Konzerte stehen mehrer kurze Zeitslots zur Verfügung, die in Kürze hier reservierbar sein werden.
  • Die Initiative Barrierefrei Feiern bietet im laufe des Konferenztags 4 Slots für einen individuellen Konzepte-Check mit Beratung an. Für dieses Angebot ist eine gesonderte Anmeldung per Mail an schulte@musikland-niedersachsen.de notwendig.
  • Eine mobiles Team der Hörregion Hannover mit Testation Hörsinn lädt beim Frischluftschnappen oder der Raucherpause zum Erfahren neuer Perspektiven ein.

Weitere Details folgen in Kürze hier.

Ausgewählte Programm-Punkte werden auch als Livestream während und nach der Veranstaltung verfügbar gemacht.

Freiräume für Freigeister.

Inklusive Musikvermittlung

Mit seinen Projektkonzeptionen versucht Christof Littmann Räume so zu öffnen, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung durch individuelles Fühlen und Denken ihren persönlichen Ausdruck entdecken.

In dem zweiteiligen Workshop soll ein interdisziplinäres Kunst-Projekt entstehen, dass von den Teilnehmenden selbst gestaltet wird. Jeder Workshop hat einen unterschiedlichen Schwerpunkt.

Slot 1: Den Raum öffnen

Wie kommen wir (wieder) in Kontakt mit unserem persönlichen Ausdruck?

Slot 2: Freiraum für die Verwirklichung

Wie können wir Ideen künstlerisch übersetzen und die jeweiligen Gegebenheiten grundsätzlich konstruktiv nutzen. Bei allen Workshops können die Teilnehmenden ihre Sinneswahrnehmung und/oder Mobilität bewusst verändern (Augenmaske und Gehörschutz werden gestellt). Außerdem wird ausreichend Zeit gewährt, um Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und das eigene Erleben zu reflektieren.

Christof Littmann ist ursprünglich Musikproduzent und Komponist. Sein künstlerische Schaffen reicht vom populären- über das klassische- bis hin zum experimentellen Genre. Neben zahlreichen Produktionen für Film und TV komponierte Littmann mittlerweile über 60 Bühnenwerke, zum Beispiel im Auftrag der Staatsoper Hannover oder der Oper Göteborg.

Seit vielen Jahren forscht Christof Littmann außerdem leidenschaftlich in den Bereichen Kreativität und Kommunikation. Der Vater von zwei Kindern hält Vorträge, gibt Seminare sowie Workshops zu Themen rund um Musik, kulturelle Bildung, Lebendige Natürliche Kommunikation und Kreativität.

Zurück zur Programmübersicht

Littmann_c_Gundel Gebauer

Christof Littmann

Foto:

Gundel Gebauer

Best Practice Barrieresensibilität.

3 Impulse aus Niedersachsen

1) Kultur im Esel e.V. – Einbeck

Jörg Bachmann berichtet vom rollstuhlgerechten Umbau des soziokulturellen Zentrums in einem 450 Einwohner*innen Dorf (Einbeck-Sülbeck) in einem fast 200 Jahre alten Fachwerkhaus.

Mit einer Förderung durch das MWK und lokalen Förderstiftungen und die Kommune wurden dabei verschiedene Problemstellungen wie Baugenehmigung, Brandschutz, Denkmalschutz, ausufernde Kosten erfolgreich umschifft.

Jörg Bachmann ist seit über 30 Jahren überwiegend ehrenamtlich in der Organisation von Konzerten (Jazz/Weltmusik) und anderen Kulturprojekten in Einbeck und Göttingen tätig. Unter anderem organisierte er diverse Workshops mit Musiker*innen, die StadtpARTie Einbeck, Jazzfestival Göttingen, Durchführung von Bildungsfahrten nach Auschwitz, Ausstellungen und Zeitzeugen*innen Gespräche an Schulen.

Zurück zur Programmübersicht

Foto Joerg Bachmann

Jörg Bachmann

Musikerleben für Alle.

Barrierefreiheit von analogen und digitalen Kultur-Veranstaltungen & Inklusion durch Kultur schaffen

Inklusion und das Erleben von Musik, als gemeinsame Sprache für Alle, öffnet neue Perspektiven. Inklusion heißt, dass möglichst alle Menschen an Kultur teilhaben können, auf, vor und hinter der Bühne. Dafür sind möglichst barrierefreie Veranstaltungen wünschenswert.

In diesem Seminar reden für alle Menschen mit Interesse an Live-Musik, Inklusion oder Barrierefreiheit, werden folgende Fragestellungen verfolgt:

  • Wie bereichert Inklusion Musik-Events?
  • Welche Barrieren gibt es bei Events on- und offline?
  • Auf welche Dinge sollten Veranstalter achten?
  • Welche Hilfsmittel um Barrieren abzubauen gibt es on- und offline?

Thorsten Hesse ist für den gemeinnützigen Verein Handiclapped - Kultur Barrierefrei e.V. in Berlin tätig. Der Verein organisiert Projekte und Veranstaltungen, die Musiker mit und ohne Beeinträchtigungen mit einem ebenso inklusiven Publikum zusammenbringen. Ziel ist es gemeinsam zu feiern und mehr Menschen den Zugang zu Live-Musik zu ermöglichen.

Thorsten Hesse IMG 2843

Thorsten Hesse

Matthias Strobel clos Foto by Alexander Rentsch

Matthias Strobel

Foto: Alexander Rentsch

Matthias Strobel ist Präsident von MusicTech Germany, dem deutschen Bundesverband für Musiktechnologie und der Hauptansprechpartner für Musiktechnologie in Deutschland. Als Berater, Mentor und unabhängiger Manager hilft er, avantgardistische Ansätze von Unternehmern zu beschleunigen, mit dem Ziel, das Innovationspotenzial - und damit den zukünftigen Erfolg - von Künstler:innen und Startups zu fördern.

Zurück zur Programmübersicht

Künstler:in werden - mehr Chancen in der Ausbildung?

Podiumsdiskussion zu inklusiven Ausbildungsangebote an künstlerischen Hochschulen

weitere Informationen folgen in Kürze

Ina Henning ist Juniorprofessorin für Musikpädagogik mit dem Schwerpunkt Heterogenität und Inklusion an der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover. Prägende Institutionen ihres Werdegangs waren die Staatliche Musikhochschule Trossingen, FH Heidelberg, Pädagogisches Fachseminar Karlsruhe und die University of Toronto. Sie veröffentlichte u.a. in Inklusiver Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Musiktherapie.

Ina Henning Portrait 1835x2752px Fotostudio Gulyas

Ina Henning

Foto:

Fotostudio Gulyas

Benedikt Lika

Benedikt Lika

2007 gründete Benedikt Lika das soziokulturelle Konzertfestival "Roll and Walk" in Augsburg. Ziel des Festivals ist die Kulturelle Teilhabe und -teilnahme für Menschen mit Behinderung. Bis 2014 war er der künstlerische Leiter und Dirigent des Festivalorchesters.

2013 wurde Lika zum Gründungsvorsitzenden des Forums Menschen mit Behinderung in der CSU ernannt. Seit 2014 ist er Stadtrat in Augsburg mit dem Schwerpunkt Sozial- und Kulturpolitik und seit 2020 sozialpolitischer Sprecher der CSU Fraktion im Augsburger Stadtrat.

Angela Müller-Giannetti ist selbstständige Projektplanerin, Social Entrepreneurin und Designerin. Seit 2002 ist sie u.a. für den Verband EUCREA im Themenfeld Kunst und Inklusion aktiv. Angela Müller-Giannetti ist die Gründerin und Leiterin des Programms ARTplus, das sich der künstlerischen Qualifizierung von Menschen mit Behinderung widmet, in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg.

Zurück zur Programmübersicht

Angela Mueller Giannettianjapaap04

Angela Müller-Giannetti

Foto:

Anja Paap

Hörgesundheit von Musiker:innen.

Neue Entwicklungen und Perspektiven

In dem Workshop wird zunächst festgestellt wie laut Musik ist – gerne können die Teilnehmer:innen ihre Instrumente mitbringen oder selbst singen. Prof. Altenmüller wird Schalldruckpegelmessung durchführen und dann über die Funktion des Ohres und über Gehörschutz informieren. Die besondere berufliche Situation von (Orchester-)Musiker:innen und Musikpädagog:innen wird erläutert und es werden Präventionsprogramme hinsichtlich von Hörschäden vorgestellt.

Prof. Dr. med. Dipl. mus. Eckart Altenmüller ist Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Er ist ausgebildet als Neurologe und Flötist und befasst sich mit den hirnphysiologischen Grundlagen des Musizierens und der Musikwahrnehmung und der emotionalen Verarbeitung von Musik.

Zurück zur Programmübersicht

Altenmueller 2021 Portraet

Prof. Dr. med. Dipl. mus. Eckart Altenmüller

Leichte Sprache leichtgemacht.

Zugänge durch Sprache schaffen

Im ersten Teil des Workshops führt Marie Hoepfner die Teilnehmer:innen in die Geschichte der Leichten Sprache ein und erklärt den Unterschied zwischen Leichter und Einfacher Sprache sowie die wichtigsten Regeln der Leichten Sprache. Der zweite Teil des Workshops besteht aus einer Anwendung in Form von praktischen Übungen. Zum Abschluss möchte Marie Hoepfner den Teilnehmer:innen Links und Tools mit an die Hand geben, die für die weitere eigene Arbeit interessant sein könnten.

Marie Hoepfner ist Vorsitzende des soziokulturellen Vereins mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V., kurz mog61 e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktivitäten den Zusammenhalt im Kiez und darüber hinaus zu stärken und zum sozialen Austausch beizutragen. Mog61 e.V. setzt sich für Vielfalt, Chancengleichheit und Partizipation für alle im Sinne von Integration und Inklusion ein. Jede und jeder kann sich nach seinen Fähigkeiten im Verein einbringen.

Durch Seminare, Kurse und Workshops widmet sich Marie Hoepfner intensiv dem Thema „Barrierefreiheit“ und auch dem Thema „Leichte Sprache“. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Mitarbeiterkreis des Evangelischen Blindendienstes Berlin der Berliner Stadtmission und begleitet blinde Menschen bei Freizeitausflügen, kulturellen Veranstaltungen sowie bei Workshops und Seminaren in und außerhalb Berlins.

Zurück zur Programmübersicht

Die Jahreskonferenz 2021 findet in Kooperation mit der Hörregion Hannover und InkluVISION e.V. statt.