Alte Musik im Klassenzimmer

Alte Musik zu Gast
Foto:

Capella de la Torre

Michael Praetorius, einer der bedeutendsten historischen Komponisten und führenden Musiktheoretiker seiner Zeit auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen:

2021 jähren sich zugleich sein Geburtsjahr zum 450. und das Todesjahr zum 400. Mal. Um seine Musik samt den damals gespielten Instrumenten niedersächsischen Schüler*innen im Jahr 2021 lebendig werden zu lassen, richten wir das schulische Vermittlungsprogramm “Zu Gast im Klassenzimmer” 2021 auf die Musik des 17. Jahrhundert.

Das Bewerbungsverfahren für Schulklassen ist ab sofort eröffnet.

Die genauen Teilnahmevorraussetzungen entnehmen Sie bitte der unten im PDF-Format vorliegenende Ausschreibung.

Die Bewerbungsfrsit ist der 15. Juni 2021.

Informationen für Schulen

Ablauf - Zu Gast ins Klassenzimmer kommt ein kleines Ensemble, ein Trio oder Quartett mit historischen Musikinstrumenten und zum Teil auch einem/einer Tänzer*in für einen ganzen Schul-Vormittag (180 Minuten, zwei Doppelstunden). Der Besuch richtet sich an zwei bis vier Klassen einer Schule, möglichst aus einem (benachbarten) Jahrgang. Die beiden Doppelstunden gliedern sich auf in einen Workshop-Teil mit einem Ensemble-Mitglied pro Klasse und einem Schul-Mitmach-Konzert mit dem ganzen Ensemble im zweiten Teil des Vormittags.

Schulbesuche – zwischen dem 1. November und 10. Dezember 2021 finden rund 25 Besuche in Schulen aller Schulformen und Klassen ab dem 3. Jahrgang in ganz Niedersachsen statt.

Kostenfreies Unterrichtsmaterial - zur Vor- und Nachbereitung der Schulbesuche steht ab Beginn des Schuljahres 2021/22 kostenlos zum Download zur Verfügung.

Vorbereitender Workshop – am Dienstag, 28. September 2021 von ca. 14.00 bis 17.30 Uhr bieten wir allen beteiligten Lehrkräften kostenfrei einen Workshop in Hannover (in der Fachhochschule des Mittelstandes, Lister Str. 17, Nähe Lister Platz) an.

Wer sind die Gäste? - Vorstellung der Musiker*innen und Ensembles, die in die Schulen kommen.

Bewerbung - Schulen aller allgemeinbildenden Schulen können sich mit einem Online Bewerbungsformular bis zum 15. Juni 2021 auf dieser Website für einen solchen Schulbesuch bewerben. Die Teilnahme am Programm ist für die Schulen kostenfrei. Die Zu- und Absagen erfolgen noch vor den Sommerferien.

Bei Fragen oder Hinweisen melden Sie sich gern:

Wer sind die Gäste? – Musiker*innen und Ensembles

Wir danken für die zahlreichen Bewerbungen, die ihr Interesse an der Mitwirkung bei dem Programm bekundet haben. Folgende Künstler*innen werden die Schulbesuche durchführen:

Collage Salon Ariel

Alon Sariel, Maja Hilke und Tabea Debus finden sich im Rahmen von “Alte Musik im Klassenzimmer” erstmals als Trio zusammen. Alle drei können nicht nur auf vielfältige musikpädagogische Erfahrungen zurückgreifen, sondern haben bereits in vielen anderen kreativen Kontexten zusammen arbeiten dürfen. Nun freuen sie sich darauf, in ihrem ersten gemeinsamen Trio-Projekt den Komponisten Michael Praetorius sowie den Zeitgeist der Renaissance durch Musik und Bewegung erfahrbar zu machen.
Die Musik-und Bewegungspädagogin Maja Hilke ist derzeit Lehrbeauftragte für “Bewegungsgestaltung” an der Hochschule für Musik und Tanz in Leipzig. Sie arbeitet insbesondere mit historischen, tradierten und freien Tänzen, erstellt Choreographien und entwickelt neue Performance Formate. Gemeinsam mit dem Lautenisten Alon Sariel konzipierte Maja Hilke für das Ensemble Concerto Foscari Kinderkonzerte, die u.a. bei den Göttinger Händel-Festspielen, den Gezeitenkonzerten Ostfriesland und im Musikinstrumenten Museum Berlin aufgeführt wurden. Neben seiner Arbeit als künstlerischem Leiter von Concerto Foscari, spielt Alon Sariel regelmäßig im Duo mit der Blockflötistin Tabea Debus zusammen, die derzeit international als Solistin und Blockflötenlehrerin tätig ist, und ebenfalls Workshops und Kinderkonzerte durchführt.

La Ninfea (it. Die Seerose) gehört zur nächsten Generation der Alten Musik, die sich intensiv mit historischer Aufführungspraxis beschäftigt und noch immer Schätze Alter Musik hebt - mit erfrischender Spielfreude und gleichzeitiger Perfektion. „So akribisch sie bei der Suche nach verkannten Komponisten und der Rekonstruktion historischen Notenmaterials sind, so groß sind Spielfreude und Lebendigkeit ihrer Interpretationen...“ schreibt der renommierte Klassiksender Ö1.
Genau das spiegelt auch die Diskographie des Ensembles mit Konzeptalben und vielgerühmten Ersteinspielungen wider. Erleben konnte man das Ensemble bisher u.a. bei den Tagen Alter Musik Berlin, dem Trigonale Festival der Alten Musik, den Stockstädter Blockflötenfesttagen und im Konzerthaus Wien.
Im Rahmen von Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer besuchen folgende Musiker*innen des Ensembles die Schulen:

Barbara Heindlmeier – Zink & Blockflöte
Christian Heim – Viola da Gamba & Blockflöte
Susanne Peuker – Laute

LaNinifea
La Festa Odd Job Kopie

la festa musicale gründete sich 2014 und war u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Händel-Festspielen Halle und den Niedersächsischen Musiktagen zu Gast. Das niedersächsische Barockensemble steht für erstklassiges Niveau, das sich in kreativen, spartenübergreifenden Formaten und hochkarätigen Kooperationen widerspiegelt. Die Leitung liegt bei Konzertmeisterin Anne Marie Harer.
Konzerte wurden unter anderem vom DLF und NDR mitgeschnitten, die erste eigene CD, Venturini concerti, erschien Anfang des Jahres beim Label audite. Das Ensemble gibt seine Begeisterung für Alte Musik gern bei Schul- und Kinderkonzerten an ein vielfältiges und neugieriges Publikum weiter

Carla Linné begleitet das Ensemble. Sie studierte an der Bremer Hochschule für Künste Barockvioline und arbeitet als freischaffende Musikerin im In- und Ausland. Während des Studiums begann sie sich für Historischen Tanz, besonders Barocktanz, zu interessieren. Inzwischen arbeitet sie als Dozentin für Historischen Tanz an der Hochschule für Künste Bremen. Ihr drittes großes Interesse gilt dem Geigenbau, besonders dem historischen Geigen- und Bogenbau. Auch dies machte sie zum Beruf.
Durch die Verknüpfung der musikalischen mit der tänzerischen und der handwerklichen Ausbildung ergeben sich neue spannende Aspekte der Aufführungspraxis und Musikvermittlung, z.B. auf der Bühne zwischen Tanz und Musik zu wechseln, Musik aus dem Tanzen heraus zu begreifen und für musikalische Interpretationen instrumentaltechnische Gegebenheiten mit einzubeziehen.

Das Duo Seraphim mit Britta Hauenschild, Flöten und Andreas Düker, Gitarren und Lauten, bringt seit 25 Jahren Musik von Renaissance bis Moderne auf Originalinstrumenten der jeweiligen Epochen auf die Bühne. Beide sind in zahlreichen Ensembles und Orchestern tätig und außerdem engagierte Pädagogen. In ihren Konzerten lassen originale Klangbilder die historische Musik lebendig werden. Das Publikum wird mit inspirierenden und informativen Texten in die jeweiligen Programme eingeführt .

Judith Kara ist staatlich geprüfte Tanzpädagogin und Choreografin, Leiterin der Göttinger Ballettschule art la danse und künstlerische Leiterin der Göttinger Tanz-Kultur-Wochen. Regelmäßig Tanz-Projekte mit und über Alte MusikKooperationen u a mit dem Göttinger Barockorchester, den int. Händelfestspielen Göttingen, Göttinger Symphonie Orchester

Oddjob
Microsoft Teams image 3

Terpsichore Bremensis – Wie einst die Stadtpfeifer sind die Ensemblemitglieder von Trepsichore Bremensis vielseitig einsetzbar. Krummhörner, Geigen- und Tasteninstrumente sowie Zink, jedes Instrument wird während unseren Vorstellungen von beinah allen bespielt, manchmal sogar getauscht und ein Ensemblemitglied tritt obendrein auch noch als Tänzerin in Erscheinung. Improvisationen auf den Instrumenten wie mit dem Fuße sind dabei genauso wichtig wie das Spielen von Notenmaterial. Am lustigsten geht es bei uns mit den von Praetorius gesammelten Volks- und Bauerntänzen zu, aber auch ruhige Momente mit Chansons und Liedern aus der Zeit von Prätorius sind ein wichtiger Bestandteil unseres Repertoires.

Capella La Monica – Hier treffen sich MusikerInnen aus Niedersachsen, um sich der Musik der Renaissance und des Frühbarocks zu widmen. Ihre Studien bei verschiedenen Koryphäen wie z.B. Ku Ebbinge, Sigiswald Kuijken und Monica Huggett im In- und Ausland wie Amsterdam, Den Haag, London, Innsbruck und Hannover sowie die langjährige Mitwirkung in renommierten Ensembles unter Dirigenten wie William Christie, Jordi Savall und Frans Brüggen ermöglichen ein hohes Niveau in der informiert spielenden Aufführungspraxis.

Zusätzlich gibt es bereits langjährige Erfahrung im Umgang mit Schulklassen. Die reizvolle Besetzung zweier Bläser und zweier Streicher sowie Gesang bietet große Variationsmöglichkeiten im Zusammenspiel.
Mit einem Repertoire eher selten gespielter Komponisten wie Castello, Bödecker, Ucellini, Fontana etc. mit ihrer Fülle von ausdrucksstarken und mitreißenden Musikstücken sowie den großen Meistern Schütz, Praetorius und Monteverdi versteht das Ensemble, das Publikum zu begeistern.

Pixelpusher

››Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer‹‹ ist ein Programm der Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH und wird gefördert durch das Aktionsprogramm Hauptsache:Musik Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung.

Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.