Mentoring:Musikvermittlung

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Das Mentoringprogramm für Musikvermittlung wird im Jahr 2023 erstmalig von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachen durchgeführt. Anstelle einer achten Ausschreibung des etablierten „Förderpreis Musikvermittlung“, bietet das Mentoringprogramm neue Anreize für Akteur:innen der niedersächsischen Musikszene im Bereich Musikvermittlung.

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Ganz im Sinne des Jahresmottos „Allianzen”, unter dem die Arbeit von Musikland Niedersachsen im Jahr 2023 steht, verbindet das Programm zehn ausgewählte Mentees mit zehn qualifizierten Mentor:innen. Die Mentees werden im Zeitraum von etwa einem halben Jahr (März bis September 2023) in einem One-to-One-Mentoring begleitet. In den so entstehenden Tandems sollen vor allem eigene Vermittlungsideen initiiert oder erweitert werden. Das exklusive Programm versteht sich als Ideenschmiede, Weiterbildung und Chance zur Weiterentwicklung von individuellen Potentialen.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Einzelpersonen, wie Musiker:innen, Veranstalter:innen, Festivalmacher:innen, Akteur:innen aus der professionellen Szene oder Laienmusik (im Ehren- oder Hauptamt), als musikalische Leitung oder Management/Vorstand von Orchestern und Chören oder Musikschulleiter:innen. Das Programm richtet sich insbesondere an Personen, die Vermittlungsarbeit in ländlichen Räumen leisten (wollen). Wir begrüßen Bewerber:innen unabhängig von Berufserfahrung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität sowie Menschen mit Behinderungen.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Verortung der Beteiligten sowie des Projektvorhabens im Bundesland Niedersachsen
  • Vorerfahrung mit Projektarbeit im Kontext Musik, Musikvermittlung, Musikveranstaltungen, Festivals oder Musikpädagogik
  • Vorlage einer Projektskizze zum Thema Musikvermittlung, welche die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung des Tandems bildet (Realisierung des Projektvorhabens ist optional)
  • Formulierung persönlicher Zielvorgaben für das Mentoring und der eigenen Motivation
  • Hohes Interesse an professioneller Weiterentwicklung, Offenheit für Transformationsprozesse
  • Bereitschaft zur Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung am 13. Februar 2023 (in Hannover) sowie weiterführenden Netzwerk-Veranstaltungen/“Stammtischen” (diese finden online, etwa drei bis vier Mal, in den Abendstunden unter der Woche statt)

Die Bewerbungsfirst ist am 6. Dezember 2022.

Die eingereichten Unterlagen verbleiben bei der Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH. Über die Auswahl der Mentees und Zuordnung der jeweiligen Tandems entscheiden die Projektträger.

Die Mentor:innen

Stephan Doormann

Stephan Doormann

Menschen erleben ganz persönlich, welche Kraft in Musik steckt und welche Relevanz sie für unser Leben und Miteinander heute hat. So kann Musik ganz verschiedener Stile und Epochen unsere gemeinsame Kultur immer wieder neu prägen und uns als Gesellschaft in der Musik zusammenführen - Dank Musikvermittlung!
 Biografie Stephan Doormann

Stephan Doormann stammt aus einer norddeutschen Musikerfamilie und arbeitet als Musikpädagoge und Chorleiter am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium Celle. Er studierte u.a. Chordirigieren in der Diplomklasse von Prof. Anders Eby an der Königlichen Musikhochschule Stockholm und ergänzte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Eric Ericson, Dan-Olof Stenlund, Frieder Bernius, Stefan Parkman u.a.. Stephan Doormann gründete 2007 den Kammerchor Hannover, den er bis zum Herbst 2019 leitete, und 2014 den Juventis Jugendchor am KAV-Gmynasium Celle, deren Leiter er bis heute ist. Als Kantor an der Celler Stadtkirche St. Marien leitet er außerdem die Celler Stadtkantorei. Zuvor war er Leiter des Kammerchor TonArt Ulm und des Quilisma Jugendchores Springe. Neben der künstlerischen Gestaltung ist Stephan Doormann die Vermittlung der Chormusik und das Erreichen neuer Publikumsgruppen ein zentrales Anliegen. Dafür konzipiert er immer wieder erfolgreiche neue Konzertreihen und Aufführungsformate. Mit dem Kammerchor Hannover spielte er weltweit als erster Dirigent alle sechs Motetten Sven-David Sandströms ein. Weitere Produktionen für Tonträger (mehrere CD-Aufnahmen bei Rondeau), Rundfunk (Radio Schweden) und Film (Filmmusik zum prämierten Kurzfilm „Zwischenraum“) mit verschiedenen Chören sowie eigene Chorkompositionen komplettieren seine Arbeit. Mit dem Quilisma Jugendchor gewann er 2010 und 2014 den 3. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb. Mit dem Juventis Jugendchor gewann er 2022 einen ersten Preis beim niedersächsischen Chorwettbewerb mit Weiterleitung zum deutschen Chorwettbewerb 2023. 2011 wurde er mit dem Musikvermittlungspreis des Musiklandes Niedersachsen ausgezeichnet, 2013 mit dem Förderpreis Kultur der ev. Luth. Landeskirche Hannovers. Für die Einspielung zweier Kantaten mit dem Kammerchor Hannover für die Gemeinschafts-Produktion „Glaubenslieder“ erhielt Stephan Doormannn den Echo Klassik 2010.

Ohren öffnen, neugierig machen, aktuelle Impulse aufgreifen, in Resonanz gehen zur Welt und zum (noch nicht-)Publikum, voneinander lernen, sich ständig weiterentwickeln, um lebendige Formate, ungewöhnliche Kooperationen oder neue Orte auszuprobieren – vielleicht ist die offene Haltung der Musikvermittlung in Zukunft so selbstverständlicher Teil einer lebendigen Musikkultur, dass es die Abgrenzung zwischen Kunst und Vermittlung gar nicht mehr braucht.
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Maike Fölling

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Ines Schiermann

 Biografie Maike Fölling

Maike Fölling (Hörregion Hannover) studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis sowie Médiation culturelle de l’art (Kulturvermittlung) an den Universitäten Hildesheim und Marseille. Nach Abschluss ihres Studiums im Jahr 2009 erhielt sie ihr erstes Engagement als Musiktheaterpädagogin an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Nach fünf Spielzeiten wechselte sie als Theaterpädagogin und Dramaturgin ans Rheinische Landestheater Neuss. 2015 übernahm sie die Leitung der Musiktheaterpädagogik und Jungen Oper an der Staatsoper Hannover, wo sie das umfangreiche Vermittlungsprogramm verantwortete und den Spielplan für junges Publikum mitgestaltete. Seit 2020 ist sie Koordinatorin bei der Hörregion Hannover, einem Netzwerkprojekt der Region Hannover, das sich für gutes Hören in allen Facetten stark macht. Freiberufliche Tätigkeiten verbinden sie u.a. mit dem Festival Klangbrücken, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und dem Ensemble Megaphon.

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Alexander Hauer

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Jörg Sarbach

Musikvermittlung eröffnet Menschen Welten, die ihnen sonst verschlossen bleiben. Sie baut Brücken zum ästhetischen Verständnis und sichert somit die Zukunft der Musikkultur.
 Biografie Alexander Hauer

Der Gründer, künstlerische Leiter und Geschäftsführer von OpusEinhundert ist Schauspieler und inszeniert als freier Theatermacher seit über 15 Jahren große Musik-, Tanz- und Theaterprojekte mit über 150 Beteiligten. Mit OpusEinhundert schafft er regelmäßig Anlässe, damit sich Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebensumstände begegnen und zusammen agieren. Ein Höhepunkt war 2009 die Auszeichnung des Projektes KonTakt mit dem MIXED UP Sonderpreis Lebenskunst lernen der BKJ. Ermutigt durch den Preis folgte 2012 die Premiere von KlangKörper1, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Nach KlangKörper2013 mit der NDR Radiophilharmonie in Hannover, 2014 Kubaki mit den Bremer Philharmonikern in Bremen, sorgte auch 2015 Aus der neuen Welt und 2018 Der Karneval der Tiere in Oldenburg für Begeisterung. Im Sommer 2022 erarbeitete er mit dem Mädchenchor die Choroper Didos Geheimnis, die in der Christuskirche Hannover Premiere feierte. Seit 2016 intensiviert Alexander Hauer seine Arbeit an Schulen. Dabei trägt er maßgeblich zur nachhaltigen Integration von Kultureller Bildung an Schulen bei und ermöglicht Zugang zu kulturellen Erfahrungen. Für dieses Engagement erhielt er mit OpusEinhundert 2019 den Bremer Diversity-Preis.

Musikvermittlung hat die Kraft Verbindungen herzustellen, Nähe zu schaffen und somit zukunftsweisende Perspektiven für die Musikkultur zu initiieren. Unser gesellschaftliches Miteinander profitiert von der Teilhabe aller an musikalischer Praxis.
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Markus Lüdke

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Helge Krückeberg

 Biografie Markus Lüdke

Markus Lüdke studierte Schulmusik an der Folkwang Hochschule Essen und Mathematik an der Mercator-Universität Duisburg. Von 1999 bis 2013 leitete er den Programmbereich Musik an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Ein Schwerpunkt seiner dortigen Tätigkeit war die Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten für die Chorpraxis und Konzertpädagogik. Im März 2013 übernahm er die Leitung von Musikland Niedersachsen. Seit April 2018 ist er künstlerischer Geschäftsführer der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel. Außerdem leitet er seit 2007 das Orchester der Technischen Universität Braunschweig, mit dem er vielfältige und innovative Konzertformate gestaltet. Ob Wissenschaftskonzert oder Musik im Kinoformat mit Werbung, Popcorn und Eisverkäufer: Ungewöhnliche Programmideen sind das Markenzeichen des Orchesters. Seine Erfahrungen als Dirigent und Musikvermittler sammelte Markus Lüdke darüber hinaus in der Jugendorchesterarbeit, am Theater, mit Projekten zur Neuen Musik oder im Rahmen von Festivals. Hier entwickelt er thematische Konzertprogramme, die oft szenisch durchgestaltet sind und an außergewöhnlichen, für die Thematik sinnfälligen Orten realisiert werden: So bespielte er mit dem Jugendorchester Duisburg (heute Klangkraft) 1998 bei der »Anleitung zum musikalischen Kaufrausch« Musique d’Ameublement die 6 Etagen der Galeria Kaufhof in Duisburg samt Schaufenstern, Supermarktkassen und Umkleidekabinen.

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Ulf Pankoke

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Jens Schulze

Ich bin davon überzeugt und erlebe es immer wieder, dass qualitätsvolle Vermittlung einen wichtigen bzw. oft den entscheidenden Beitrag dazu leistet, Menschen unterschiedlichster Altersgruppen die Ohren zu öffnen für das unmittelbare Erleben von Musik.
 Biografie Ulf Pankoke

Ulf Pankoke studierte Schulmusik und Musikerziehung mit den Fächern Trompete und Gesang an der HMTM Hannover sowie Musikvermittlung und Musikmanagement an der HfM Detmold. Er ist Mitglied verschiedener Ensembles; unter anderem im Bereich zeitgenössischer Musik und experimenteller Musiktheaterprojekte mit CD-Produktionen und Konzerttätigkeit im In- und Ausland. 2001 bis 2014 war er als Landesposaunenwart in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für den Bezirk Lüneburg tätig. 2004 gründete er in dieser Funktion das Blechbläserensemble LAPPLAND, das sich innovativen Konzertformaten und der Vermittlung von Kirchenmusik widmet. 2014 initiierte er gemeinsam mit Silke Lindenschmidt VISION KIRCHENMUSIK – ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt für Kirchenmusikvermittlung, das ab 2019 als dauerhafte Einrichtung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers fortgeführt wird und innovative Konzert- und Gottesdienstformate, Aktionen im öffentlichen Raum, fächerübergreifende Schulprojekte, mediale Vermittlungskonzepte, interaktive Klanginstallationen und Formate im Dialog mit anderen Künsten entwickelt.

Musikvermittlung denke ich in erster Linie künstlerisch. In Verbindung von Musik mit ästhetischen und dramaturgischen Mitteln können in besonderer Weise neue Rezeptionserlebnisse entstehen.
Katharina Pfaender Foto Dorit Schulze

Katharina Pfänder

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Dorit Schulze

 Biografie Katharina Pfänder

Katharina Pfänder ist freischaffende Musikerin aus Hannover. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit den Fächern Musik, Bildende Kunst und Philosophie an der Universität Hildesheim und Jazz-Violine an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in den Bereichen Konzert, Musiktheater und experimentelle Aufführungsformate. Mit ihrem Kollektiv Quartett PLUS 1 realisiert sie in der Reibung mit Medien, Räumen und aktuellen Themen transdisziplinäre Projekte mit unterschiedlichen Gastkünstler*innen. Konzertreisen mit dem Tango-Quintett faux pas führten nach Russland, Ägypten, China und Argentinien. Sie ist mehrfache Finalistin des Creole Weltmusikwettbewerbs. Als Theatermusikerin arbeitet sie am Schauspielhaus Hannover, Deutschen Theater Göttingen, Staatstheater Braunschweig, Theater für Niedersachsen und Theater Freiburg. Workshops und Lehraufträge in den Bereichen Musikvermittlung und künstlerische Forschung führten u.a. an die Kunstuniversität Graz, Universität Hildesheim, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und den Masterstudiengang Musikvermittlung der Hochschule für Musik Detmold.

Foto Tamara Schmidt Copyright Stephan Boegel

Tamara Schmidt

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Stephan Bögel

Musikvermittlung ist für mich vor allem eine Haltung, sich mit Menschen, Kunst und unserer komplexen Welt auseinanderzusetzen. Musikvermittlung stiftet Gemeinschaften, schafft Beteiligung und kann die Musikkultur durchlässiger und transformativ gestalten. Von ihr gehen wesentliche Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Musikkultur und unseres Zusammenlebens aus.
 Biografie Tamara Schmidt

Tamara Schmidt ist Musik(theater)vermittlerin, Dramaturgin und Dozentin und arbeitet in der künstlerischen Praxis ebenso wie in der Wissenschaft und Lehre. Seit Sommer 2021 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für musikpädagogische Forschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zuvor war sie künstlerische Leiterin der Jungen Deutschen Oper der Deutschen Oper Berlin (2015 bis 2021), der Jungen Oper der Staatsoper Hannover (2010 bis 2015) und Musiktheaterpädagogin an der Staatsoper Stuttgart (2009 bis 2010). Sie studierte „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ an der Universität Hildesheim sowie berufsbegleitend „musik.welt – Diversität in der musikalische Bildung“ am center for world music. Sie ist Lehrbeauftragte und Dozentin an Hochschulen und Instituten der Aus- und Weiterbildung (Evangelische Hochschule Berlin, Theaterakademie August Everding, Berliner Institut für Frühpädagogik, Bundesakademie Junges Musiktheater u.a.), freiberufliche Musikvermittlerin und Dramaturgin (NDR Radiophilharmonie, Musikland Niedersachsen u.a.) sowie Jurorin (Deutscher Theaterpreis DER FAUST, Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung, Kinder zum Olymp der Kulturstiftung der Länder u.a.).

Warum ich mir die Zukunft der Musikkultur nicht ohne Musikvermittlung vorstellen kann…

...weil wir kollektiv Verantwortung dafür tragen, das ‚Dazwischen‘ und ‚Miteinander‘ von Leben und Kunst zu gestalten.
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Prof. Andrea Tober

Foto:

Zebu Kluth

 Biografie Prof. Andrea Tober

Antrieb für all ihr Tun ist, Begeisterung für Musik zu verbreiten, musikalische Begegnungen zu ermöglichen, Inhalte, Unterschiede und Bedeutung von Musik zu vermitteln und Musik auf sämtlichen Ebenen erlebbar zu machen. Sie kümmert sich als Musikerin, Musikvermittlerin, Musikpädagogin und Kulturmanagerin bei Kultur- und Bildungsinstitutionen am liebsten um das, was nicht auf der Bilanz steht: um Werte, Wissen und Wirken von Musik und Kultur. Umsetzen konnte sie das über viele Jahre mit zwei beruflichen Standbeinen: als Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker und als Lehrende für Musikmanagement und Musikvermittlung an der Hochschule für Musik Hans Eisler Berlin. Seit 2022 nun vollständig an der Hochschule, ist sie neben ihrer Lehrtätigkeit auch Prorektorin mit dem Themenschwerpunkt Digitale Transformation in Lehre und Administration. Flankiert wird dies durch vielfältiges Engagement im Bereich der Kulturellen Bildung u.a. als Mitglied in verschiedenen Fachausschüssen des Kulturrates oder als Jury-Vorsitzende des Förderprogramms für kulturelle Bildung „Kultur macht stark“.

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Prof. Dr. Johannes Voit

Musikvermittlung wirkt in beide Richungen: Sie eröffnet Besucher*innen Wege zu persönlich bedeutsamen Begegnungen mit Musik, und sie konfrontiert Kulturinstitutionen mit den sich rasant verändernden gesellschaftlichen Realitäten und individuellen Bedürfnissen. Angesichts radikaler Umwälzungen (Digitalisierung, Migration, globale Krisen) wird ihr als Schnittstelle auch weiterhin eine bedeutsame Funktion zukommen.
 Biografie Prof. Dr. Johannes Voit

Johannes Voit ist Professor für Musikpädagogik und Musikvermittlung an der Universität Bielefeld. Er studierte Schulmusik, Komposition und Englisch für das Lehramt an Gymnasien in Dresden und Norwich (England) und promovierte in Musikwissenschaft. Anschließend sammelte er als freischaffender Musiker und Musikvermittler vielfältige Erfahrungen in Kultur- und Bildungseinrichtungen. Namhafte Konzerthäuser, Ensembles und Festivals beauftragten ihn mit der Konzeption und Durchführung von Vermittlungsprojekten, darunter die Elbphilharmonie Hamburg, das Festspielhaus Baden-Baden und das SWR Vokalensemble Stuttgart. Sein Projekt „Plingpolyplü Fantastiko“ wurde 2015 mit dem „Junge Ohren-Preis“ ausgezeichnet. Von 2012 bis 2015 war er als Referent für Musikvermittlung an der Kölner Philharmonie in Festanstellung beschäftigt. Seit 2015 ist er vorrangig in Forschung und Lehre tätig, zunächst als Juniorprofessor für Musikvermittlung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und dem Max-Reger-Institut und seit 2018 an der Universität Bielefeld. Er ist Leiter der dortigen „Musikpädagogischen Forschungsstelle“ sowie des Masterstudiengangs Kulturvermittlung und Mitbegründer des „Forum Musikvermittlung an Hochschulen und Universitäten“.

Warum ich mir die Zukunft der Musikkultur nicht ohne Musikvermittlung vorstellen kann...

…weil Musikkultur von Begegnung und lebendigem Austausch zwischen Menschen und Musiken lebt!
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Prof. Dr. Andrea Welte

 Biografie Prof. Dr. Andrea Welte

Andrea Welte ist Professorin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Sie studierte Schulmusik, Instrumentalpädagogik, Erziehungswissenschaften und Philosophie an der Universität der Künste Berlin (UdK), Romanistik an der Freien Universität Berlin und der Sorbonne Paris (DAAD-Stipendium), Orchester Flöte an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin und promovierte an der UdK Berlin. Sie verfügt über eine facettenreiche künstlerische Praxis als Flötistin (Kammermusik, Neue Musik, Alte Musik auf historischen Instrumenten) und langjährige Erfahrung an Hochschulen, Musikschulen und in der Weiterbildung. Ihre aktuellen Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich von Musik- und Instrumentalpädagogik sowie Musikvermittlung mit einem Fokus auf ästhetischer Bildung, Improvisation, Diversität, Musik und Achtsamkeit, ethnographischer Forschung. An der HMTMH ist sie Sprecherin des Studiengangs Künstlerisch-pädagogische Ausbildung sowie der Fachgruppe Musikdidaktik und leitet das Projekt ImproKultur. Sie ist stellvertretende Bundesvorsitzende der Gesellschaft für Musikpädagogik und als Expertin und Forscherin im In- und Ausland aktiv.

Die Projektträger

Das Mentoringprogramm Musikvermittlung wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen veranstaltet.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fördert Musikfestivals, richtungsweisende Veranstaltungsreihen und Konzertvorhaben von überregionaler Bedeutung. Darüber hinaus ermöglicht sie mit der Wiederaufnahmeförderung, die erneute Aufführung erfolgreicher Konzertprogramme und Formate im Flächenland Niedersachsen. Sie steht Musikschaffenden dabei mit ihrem Netzwerk an Veranstaltern und Spielstätten beratend zur Seite. Das Programm „Zeitgenössische Musik in der Schule“ sowie die Unterstützung des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ zielen darauf ab, junge Menschen für Musik zu begeistern.

Musikland Niedersachsen steht für eine moderne, vielfältige Musikkultur. Die Geschäftsstelle Musikland Niedersachsen der Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH vernetzt die heterogene, dezentrale Musikwelt Niedersachsens und bietet als Serviceeinrichtung fachliche Impulse, insbesondere im Bereich der Musikvermittlung.

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