Inklusive Perspektive(n)

Auf unserer 13. Jahreskonferenz Musikland Niedersachsen 2021 PERSPEKTIVEN tauschten wir uns gemeinsam mit rund 100 Teilnehmenden zu verschiedenen Aspekten von Teilhabe aus. Besuchende dieser Seite, die wissen möchten, welche Themen im Einzelnen in den Workshops im Fokus standen, können hier nochmal einen Blick auf das Programm des Konferenztags werfen.

Während unserer Recherchen und Vorbereitungen zur Thematik sind wir in den letzten Wochen und Monaten auf zahlreiche Informationsquellen und Netzwerke gestoßen, die wir Ihnen im Folgenden zur Verfügung stellen möchten. Die vorliegende Sammlung soll einen niedrigeschwelligen Einstieg in das Thema Inklusion anbieten und dazu einladen, tiefer in den Bereich des barrierefreien Veranstaltens einzusteigen.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass dieser Guide keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Daher freuen wir uns, wenn Sie weitere Literaturhinweise und Anmerkungen zum Thema mit uns teilen. Die verwendeten Grafiken stammen von Kai Gläser, der den Konferenztag mittels Graphic Recording festgehalten hat.

Wo finde ich Beratung?

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Informationen und Beratung
zum Thema 'Barrierefreies Veranstalten'

Ramp-Up.me bieten auf ihrer Seite ein umfassendes Angebot an Tipps zu den Themen Barrierefreiheit in Veranstaltungsorten, Vielfalt im Programm und inklusiver Kommunikation an.

Auf der Seite von Aktion Mensch findet sich eine Checkliste, mit der sich Veranstaltungen sehr gut auf ihre Barrierefreiheit prüfen lassen.

Eine weitere Checkliste findet sich auf der Seite der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Sie gibt Anregungen und Tipps, was bei der Durchführung von Veranstaltungen bedacht werden sollte, um allen Menschen eine möglichst barrierefreie Teilnahme zu ermöglichen.

Die Initiative Barrierefrei Feiern bündeln als Expert:innen in eigener Sache ihr Wissen, um sich mitten im Geschehen für barrierefreie Festivals und Veranstaltungen einzusetzen. Sie beraten, schulen, entwickeln und begleiten zum barrierefreien Veranstalten.

Attitude is everything hat einen Leitfaden für Veranstalter:innen und Bands erstellt, der alle wichtigen Informationen beinhaltet, die man benötigt, um sich für mehr Teilhabe von Künstler:innen und Besucher:innen mit Beeinträchtigungen zu engagieren.

Aktive Netzwerke
& Akteure im Bereich Inklusion

Die Lebenshilfe Bremen wurde 1960 von Eltern für ihre Kinder mit Behinderung gegründet. Seitdem engagieren sich Angehörige, Fachleute und viele Freiwillige für ein gutes gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung. Auch treten Menschen mit Behinderung bei der Lebenshilfe zunehmend selbst für ihre Interessen ein.

EUCREA ist seit 1989 Dachverband zum Thema Kunst und Inklusion für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Sie engagieren sich für mehr Diversität und Vielfalt im Kunst-und Kulturbetrieb, insbesondere für Künstler:innen mit Behinderung.

Der Verein InkluVision e.V. wurde 2011 gegründet, um allen inklusiv-interessierten und arbeitenden Kulturschaffenden, Künstler:innen aus Musik, Kunst, Schauspiel, Tanz, Medien etc. ein Forum für Begegnungen, neuen Impulsen, Auftrittsmöglichkeiten und besonderen Konzertformaten zu bieten.

Mit verschiedensten Projekten und Veranstaltungen, Kampagnen-Musikvideos, Musikunterricht, Workshops, Coaching, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung sowie der Vernetzung von Akteuren setzt sich Grenzen sind relativ e.V. für eine inklusive, integrale und friedliche Gesellschaft ein.

Unter dem Label Hörregion Hannover sollen die vielfältigen Aktivitäten, die in der Region Hannover mit Schall, Klang und Akustik zu tun haben, gebündelt werden. Das Hörvermögen stärken, die akustische Wahrnehmung fördern und somit die Lebensqualität der Menschen in der Region erhöhen - unterschiedliche Partnerinnen und Partner machen sich hier für ein neues interdisziplinäres Netzwerk stark.

“Empowerment. Direkt. Progressiv.”, so lautet der Slogan der Empowerment-Plattform Angry Cripples. Die Plattform wurde von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung entworfen und dient als Austauschmöglichkeit. Ziel der Initiator:innen ist es, den strukturellen Ableismus zu durchbrechen, gezielt Content für Menschen mit Behinderung zu produzieren und sich für die Umsetzung der UN-BRK einzusetzen.

Plattformen zur Suche
von Referent:innen und Künstler:innen mit Beeinträchtigung

Expert:innen mit Behinderung, die neben anderen Themen auch zu “Inklusion” sprechen können, vermittelt die Berliner NGO Sozialhelden. Einen Einblick in Geschichten interessanter Protagonist:innen gibt ihr Projekt Leidmedien.de.

Weitere Anlaufstellen für die Vermittlung von Kontakten ist die Arbeitsgemeinschaft Disability Studies in Deutschland. Die AGDS ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Künstler:innen mit Behinderung.

Auch auf der Inklusionslandkarte finden sich Expert:innen mit Behinderung oder jene, die authentisch zum Thema Behinderung sprechen.

Handiclapped - Inklusion rockt! veranstaltet seit 2008 inklusive Konzerte in Berlin. Die Konzerte sind für Menschen mit und ohne Behinderung gemacht. In ihrem Bandverzeichnis BarrMusik finden sich inklusive Bands und Musikprojekte aus ganz Deutschland.

Die Gemeinnützige Organisation Inklusion muss laut sein bietet auf ihrer Seite ein Informationsangebot zu barrierefreien Veranstaltungsorten und Beratung zum Thema Barrierefreiheit an. Neben dem BUDDIE-Versum findet sich hier auch eine Arbeitsvermittlung für Menschen mit Behinderung.

Amelinde ist eine Künstler:innenvermittlung speziell für Künstler:innen mit Behinderung und für Produzent:innen oder Kulturveranstalter:innen, die nach inklusiven Kunstschaffenden suchen.

Nutzen Sie das Wissen von Menschen mit Behinderung. Fragen Sie die Menschen direkt, welche Aspekte der Barrierefreiheit für sie wichtig sind. Haben Sie nicht den Anspruch, alles perfekt zu machen. Fangen Sie mit den Themen an, die für Ihre Zielgruppe wichtig sind. Bieten Sie während der Veranstaltung die Unterstützung von freiwilligen Helfer:innen an. Diese können bei Bedarf Auskunft geben und für mehr Barrierefreiheit sorgen.*
Mut

*Quelle: Aktion Mensch

Barrierefreiheit in der Praxis

Barrierefreiheit hat mehrere Dimensionen, denn überall, wo Menschen sich begegnen, treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick darüber, was bei der Umsetzung einer barrierefreien Veranstaltung möglich und zu beachten ist.

Um die verschiedenen Maßnahmen und Möglichkeiten zu ordnen, haben wir im Folgenden Barrierefreiheit in drei verschiedene Kategorien unterteilt: Kommunikation, Raum und Technik.

Beim Planen von barrierearmen Veranstaltungen ist jede der hier aufgeführten Handlungsempfehlungen ein Schritt in die richtige Richtung. Die folgende Auflistung möchte Ihnen ohne den Anspruch auf Vollständigkeit Einblicke in unterschiedliche Aspekte von Barrierefreiheit geben.


Kommunikative Barrierefreiheit

Kunstmusik

Einladungen, öffentliche Ankündigungen, Programmhefte etc. sind bereits im Vorfeld einer Veranstaltung wichtig – hierbei gibt es sprachlich einige Herausforderungen, die durch Leichte Sprache und/oder Piktogramme gemeistert werden können. Auf den Veranstaltungen selbst werden Themen wie Übersetzung in Gebärdensprache oder Schriftdolmetschen interessant. Hier eine Liste mit möglichen Impulsen zur kommunikativen Barrierefreiheit:

Leichte Sprache
Einfach formulierte Texte können nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten sondern auch Nicht-Muttersprachler:innen besser verstehen – vor allem, wenn es zusätzlich auch noch Untertitel gibt oder die Möglichkeit, sich Texte vorlesen zu lassen. Dieser Ratgeber Leichte Sprache wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Leichte Sprache erstellt und bietet einen guten Einstieg in die Thematik. Die Regeln und Richtlinien für Leichte Sprache finden sich hier.

Seit 2014 gibt es die Forschungsstelle Leichte Sprache am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Auf ihrer Seite befindet sich ebenfalls ein Ratgeber zur Leichten Sprache.

Nach der Musikland Niedersachsen Jahreskonferenz hat sich ein kleiner Personenkreis aus dem Netzwerk entschlossen zu Fragen der Leichten Sprache im Austausch zu bleiebn und sich gegenseitig bei Fragen und Herausforderungen zu unterstützen. Der gemeinsame Mailverteiler steht jedem offen. Bei Interesse bitte kurz bei info@musikland-niedersachsen.de melden.

Piktogramme
Auf der Seite von Barrierefrei Feiern befindet sich eine Auswahl an Icons, die Maßnahmen zur Barrierefreiheit kennzeichnen. Die Nutzung ist kostenfrei, bedarf allergings im Sinne der Qualitätssicherung einer Prüfung durch Expert:innen in eigener Sache. Barrierefrei Feiern bietet zur Nutzung der Icons auch Workshops an.

Gebärdensprache
Der Gehörlosenverband Niedersachsen e.V. hat eine Liste an niedersächsischen Gebärdensprachdolmetscher:innen mit Kontaktmöglichkeiten zusammen gestellt. Der Gehörlosenverband versteht sich als Selbsthilfeverband und nimmt die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen aller Gehörlosen in Niedersachsen wahr.

Schriftdolmetschen
Beim Schriftdolmetschen wird das gesprochene Wort wortwörtlich oder inhaltlich zusammengefasst aufgeschrieben, so dass ein Mensch mit Hörbeeinträchtigung zeitgleich oder nach Beendigung des Gesprochenen vom Blatt, von der Leinwand (mit Overheadprojektor oder Beamer) oder vom Monitor mitlesen kann.

Mehrere Kontaktmöglichkeiten zu den Veranstalter:innen (Telefon, E-mail, Post, Messengerdienste)

Informationen zur Barrierefreiheit auf der Veranstaltungsseite
(und ggf. Hinweise dazu, was nicht möglich ist)

Barrierefreies Schriftbild
ausreichende Kontraste, Schriftgröße mindestens 12 Punkt, keine rot-grün Farbtöne. Ein Einblick für inklusives Design findet sich beispielweise auf der Microsoft Seite.

Kommunikation im Internet
#barrierefreiPosten
hat zum Beispiel einen Leitfaden zum Erstellen von Social Media Postings erstellt.

Vielfalt zeigen
Gesellschaftsbilder.de ist eine Fotodatenbank für Redaktionen, Medienmacher:innen, Blogger:innen und alle Interessierte, die für ihre Arbeit Bilder fernab von Klischees suchen. Die Fotodatenbank soll ein Angebot sein, um die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden.

Mit dem Projekt Leidmedien.de berät ein Team aus Medienschaffenden mit und ohne Behinderung Redaktionen. Sie betreiben Medienkritik, tauschen sich mit betroffenen Expert:innen aus und zeigen Formulierungsalternativen und Perspektivwechsel in der Berichterstattung auf. Leidmedien.de ist ein Projekt der SOZIALHELDEN.

Räumliche Barrierefreiheit

Räumliche Barrierefreiheit scheint in vielen Planungen der erste Aspekt zu sein, der beim inklusiven Veranstalten in den Fokus rückt. Doch neben einem rollstuhlgerechten Wegenetz, sind in diesem Themenfeld noch weitaus mehr Punkte relevant und eventuell leichter umsetzbar als gedacht. Die folgende Liste bietet Ihnen Einblicke in die Möglichkeiten, eine Räumlichkeit barrierefreier zu gestalten. Einen umfassenden Leitfaden zum barrierefreien Bauen findet sich außerdem hier.

Rollstuhlgerechtes Wegenetz
kurze Wege, fester Boden, Rampen, breite Wege, breite Türen, evtl. Türöffner

Barrierefreier Sanitärcontainer mit Toilette und Dusche

Niedrige/runterfahrbare Tische

Zugang zur Veranstaltung: gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung, ausreichende und verständliche Beschilderung

Aufzüge mit ausreichender Größe (mindestens 110 cm X 140 cm) und akustischer Ansage

Sichtbare und tastbare Orientierungshilfen, Beleuchtung, Akustik, kontrastreiche Kennzeichnung von Hindernissen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung

Genügend Sitzgelegenheiten an verschiedenen Stellen für Menschen, die nicht lange stehen können

Ruhezonen und reizarme Rückzugsorte

Begleitpersonen engagieren
Inklusion muss laut sein
hat das Buddieversum ins Leben gerufen, in welchem sich Menschen mit Beeinträchtigung und "Buddies" finden können, die zusammen auf Veranstaltungen gehen. Außerdem befindet sich auf ihrer Seite ein Informationsangebot zur Barrierefreiheit ausgewählter Locations.

Best Practice: Kultur im Esel e.V. - Einbeck
Das soziokulturelle Zentrum in Einbeck wurde mithilfe einer Förderung durch das MWK rollstuhlgerecht umgebaut. Beim Umbau des fast 200 Jahre alten Fachwerkhauses wurden verschiedene Problemstellungen wie Baugenehmigung, Brandschutz, Denkmalschutz und ausufernde Kosten erfolgreich umschifft. Auf unserer Jahreskonferenz 2021 PERSPEKTIVEN sprach Jörg Bachmann vom Umbau des soziokulturellen Zentrums in einem 450 Einwohner:innen Dorf.

Raeumliche Barrierefreiheit

Technische Barrierefreiheit

Barrierefrei im internet

Technische Unterstützungsangebote können den Zugang zu Veranstaltungen erleichtern. Eine Liste an Möglichkeiten ohne den Anspruch auf Vollständigkeit haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

Streaming ermöglicht den Zugang von zu Hause aus

Induktionsschleifen für die Nutzer:innen von Hörgeräten

Untertitel oder die Möglichkeit zur Audiotranskription über Kopfhörer

Ladestationen für E-Rollis und Atemgeräte

Kühlschrank für Medikamente

Scheinwerfer zur Orientierungshilfe

Best Practice: Music Tech Germany – KuDiBa

Auf ihrer Seite haben Music Tech Germany ein umfassendes Verzeichnis an digitalen Hilfsmitteln und Tools für mehr Barrierefreiheit auf Kulturveranstaltungen zusammengestellt. Mehr Informationen zu digitalen Hilfsmitteln und den Ergebnissen des Breakathons teilte Matthias Strobel auf unserer Jahreskonferenz 2021 PERSPEKTIVEN.

Best Practice Beispiele

Inklusive Festivals

Zurück zu den Wurzeln
Das Wurzel-Festival, wie es viele nennen, findet seit 2016 jedes Jahr im Juni bei Niedergörsdorf in Brandenburg statt. Das Festivalgelände sowie die Organisation zielt auf Barrierefreiheit ab. Über ein Formular können Interessierte ein sogenanntes Inklusionsticket erwerben.

Puls Open Air
Das Puls Open Air in Kaltenburg bietet ein breitgefächertes inklusives Angebot an - von Konzerten mit Übersetzung in Gebärdensprache über rollstuhlgerechte Anlagen bis hin zu einer Service-Hotline.

Pop-Kultur-Festival
Alle Veranstaltungsorte auf dem Pop-Kultur-Festival sind gut bis sehr gut für Rollstuhlnutzer:innen zugänglich. Zusätzlich schafft ein barrierefreies Bodensystem Mobilität auf dem kopfsteingepflasterten Gelände. Ein Teil des Programms wird zudem von Gebärdensprachdolmetschenden begleitet.

Wacken Open Air
Inklusion ist beim Wacken Open Air keine lästige Pflicht, sondern eine Herzensangelegenheit des Teams. Es gibt einen extra Campground, Sanitäranlagen und Podeste für Gäste mit Beeinträchtigungen.

Das Fährmannsfest
Das größte alternative Open-Air-Musikfestival in der Region Hannover findet mit ca. 15.000 Besucher:innen an drei Tagen im August statt. Seit 2010 hat sich das Fährmannsfest mit zahlreichen Kooperationspartner:innen und Helfer:innen auf dem Weg zur Inklusion gemacht. Von Beginn an wurden dabei Freunde einbezogen, die selbst mit Handicap durchs Leben gehen.

Festival Theaterformen
Seit 2020 wird das Festival Theaterformen von den Expert:innen Noa Winter und Sophia Neises auf dem Weg zur Barrierefreiheit begleitet. Diese Prozessbegleitung findet in Kooperation mit dem Schauspiel des Staatstheaters Hannover statt. Daraus ist ein Handbuch entstanden, welches nicht nur den Ist-Zustand detailliert dokumentiert, sondern auch kurzfristige und langfristige Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft skizziert, die sie im Rahmen der neu gegründeten AG Barrierefreiheit zusammen mit dem Schauspiel angehen.

Barrierefreie festivals

Inklusive Musikprojekte

Best practise

Das Orchester im Treppenhaus hat eine musikalische Museumsführung für Menschen mit und ohne Sehbehinderung entwickelt. Bei einer Live-Klangimprovisation übernehmen Musik und Klänge die Führung durch die Ausstellung BIG! -Großformate aus dem Sprengel. Vor fünf Kunstwerken steht je ein:e Musiker:in des Orchesters im Treppenhaus, nimmt improvisatorisch die Atmosphäre des Kunstwerks auf und übersetzt sie in Klänge. Impressionen hierzu teilte Johanna Ruppert auf der Jahreskonferenz 2021 Perspektiven.

Kassandra Wedel ist Gebärdentänzerin und Tanzlehrerin. Sie unterrichtet Hörgeschädigte, Gehörlose und Hörende. Sie ist europaweit die erste gehörlose ausgebildete ADTV-Hip-Hop-Tanzlehrerin. Ein Einblick in ihre Kunst findet sich hier.

#DieMitDenHändenTanzt
Die Leidenschaft zur Musik und zur Gebärdensprache verbindet die Protagonistin der Multimedia-Reportage Die mit den Händen tanzt in ihrer Profession: Sie dolmetscht Konzerte. Seit 2020 hat Laura Schwengber ihre Arbeit eingestellt. Es finden sich allerdings noch Aufzeichnungen ihrer Arbeit im Netz.

Das Sound Shirt der Jungen Symphoniker Hamburg übersetzt Töne in feinste Vibrationen und ermöglicht es damit Gehörlosen, klassische Musik zu erleben.

Das Blauschimmel Atelier wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist ein Ort gelebter Inklusion. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung unterschiedlicher Generationen und Kulturen, um miteinander künstlerisch tätig zu sein. Das Atelier entstand vor dem Hintergrund der Bewegung der Antipsychiatrie.

OpusEinhundert ist eine gemeinnützige Kulturinstitution. Seit 2011 konzipiert und realisiert sie inklusive und generationsübergreifende Musik-, Tanz- und Theaterprojekte. Dabei wird Kultur zum Anlass für „einmalige Begegnungen“, „fantastische Gemeinschaftserlebnisse“ und „unvergleichliche Erfahrungen“, so die Aussagen von Teilnehmenden.

Die ausgewählten Links, Websites und Quellen bilden nur eine Auswahl ab und sind keinesfalls als vollständige Übersicht zu betrachten. Daher freuen wir uns, wenn Sie weitere Literaturtipps und/oder Hinweise zum Thema mit uns teilen. Auch bei Fragen oder Anmerkungen können Sie uns gern kontaktieren.

Kontakt

Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH
Geschäftsstelle Musikland Niedersachsen

info@musikland-niedersachsen.de

T +49 511 64279204

Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.