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Was ist erlaubt?*

Ab dem 2. November gelten laut Verfügung des Landes Niedersachsen folgende kultur-relevante Richtlinien. Die Verordnung tritt am 30. November 2020 außer Kraft.

Jede Person darf sich in der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung nur mit Angehörigen und Personen, die dem eigenen oder einem weiteren Hausstand angehören, insgesamt aber mit nicht mehr als zehn Personen aufhalten. Kinder unter 12 Jahren sind nicht einzurechnen.

(§2)

Clubs, Diskotheken, Theate, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren und Museen bleiben für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen.

(§10)



Zusammenkünfte öffentlich-rechtliche Körperschaften (z.B. Vereinen, Initiativen und andere ehrenamtliche Zusammenschlüsse) können durch Rechtsvorschriften vorgeschriebene Sitzungen und Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen durchführen, wenn das Abstandsgebot eingehalten wird.

(§9)

Veranstaltungen sind generell unzulässig, wenn sie der Unterhaltung dienen. Andere als Unterhaltungsveranstaltungen (z.B. Veranstaltungen im beruflichen Kontext, Vereinsvorstandssitzungen) sind nur noch mit bis zu 50 Besucherinnen und Besuchern zulässig, wenn sichergestellt ist, dass diese jederzeit das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m einhalten und alle ihre Sitzplätze einnehmen. Solange die Teilnehmenden nicht sitzen, müssen sie eine Alltagsmaske tragen.

(§7)

Kitas und Schulen bleiben weiterhin geöffnet.

Auch die sonstigen Bildungsstätten insbesondere der Erwachsenenbildung oder der beruflichen Fort-, Aus- und Weiterbildung, darunter auch Musikschulen, bleiben geöffnet, ebenso die Hochschulen. Es gelten Regelungen zur Erhebung personenbezogener Daten und der Dokumentation aller teilnehmenden Personen.

(§5)

Der Betrieb einer öffentlich zugänglichen Einrichtung mit Kunden- oder Besuchsverkehr jeglicher Art sowie die Durchführung einer Veranstaltung oder Versammlung setzen ein Hygienekonzept nach Vorgaben der aktuellen Verordnung voraus.

(§4)

*für eine rechtsverbindliche Auskunft ist die Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus heranzuziehen. Dies ist ein unverbindliches Informationsangebot.

FAQ zum Thema Corona für freischaffende Musiker*innen und Kultureinrichtungen


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich auch gerne an unsere Telefon-Sprechstunde

Infos zu finanziellen Hilfen

Wo können Freiberufler*innen finanzielle Unterstützung erhalten?

  • ALG II: Arbeitslosengeld II beantragen: Die Beantragung der "Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)", genannt ALG II, ist zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung Zur Existenzsicherung von Kleinunternehmer*innen und Solo-Selbstständige. Für einen befristeten Zeitraum bis September findet keine Vermögensprüfung statt. Auch sollen Miet- und Mietnebenkosten werden ohne weitere Prüfung übernommen werden. Auf der Seite der Agentur für Arbeit gibt es nun vereinfachte Formulare für die Beantragung von ALG II, sowie Antworten auf die häufigsten Fragen. Die Sonderregelungen gelten für Anträge, die bis zum 31.12.2020 bewilligt wurden. Hilfreiche Informationen für Selbstständige zur Beantragung der Grundsicherung sind in dieser Broschüre der ver.di zu finden.
  • Niedersachsen dreht auf: Das Land Niedersachsen unterstützt Solo-Selbstständige und Kultureinrichtungen, die von der Corona-Pandemie betroffen sind mit einem Sonderprogramm. In den Programmlinien C und D können Betroffene Gelder für Projektvorhaben in öffentlichem sowie im nicht-öffentlichen Bereich (Privatveranstaltung, Schulprojekte) beantragen. In den Programmlinien A und B können Solo-Selbstständige mit Kultureinrichtungen/Veranstalter*innen in Kontakt treten und mit ihnen gemeinsam Veranstaltungen planen. Honorare für Solo-Selbstständige werden zu 100% gefördert. Alle Infos auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
  • Novemberhilfe des Bundes: Solo-Selbstständige und Unternehmen, die von den Corona-Maßnahmen im November direkt und indirekt durch Schließung betroffen sind, können bis zu 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 erhalten. Detailliertere Info finden Sie im Term Sheet Novemberhilfe des BMF und BMWi. Eine Antragstellung ist frühestens ab dem 25. November über das Antragsportal der Überbrückungshilfe möglich.
  • Neustarthilfe des Bundes (Dezember 2020 bis Juni 2021): Die Bundesregierung will die bestehenden Hilfsprogramme durch neue Hilfen ergänzen. Solo-Selbstständige können einen einmaligen Betriebskostenzuschuss erhalten. Dieser kann maximal 5.000 Euro betragen und gilt für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021. Die Höhe des Zuschusses berechnet sich anhand des durchschnittlichen Monatsumsatzes 2019 hochgerechnet auf sieben Monate. Ist dieser Betrag mehr als doppelt so hoch wie das, was die Solo-Selbstständigen voraussichtlichen in den kommenden sieben Monaten verdienen werden, steht ihnen einen Zuschuss von 25% der Gesamtsumme zu. Die Richtlinien können hier nachgelesen werden. Von Verdi gibt es außerdem einen Rechner. Eine Antragstellung ist voraussichtlich ab Januar 2021 möglich.
  • Künstler*innenförderung (Rock, Pop, Jazz) der Initiative Musik: Die Künstler*innenförderung der Initiative Musik fördert Projekte (z.B. Album- und Videoproduktionen, Marketingmaßnahmen) von Musiker*innen und Musikautor*innen in Kooperation mit musikwirtschaftlichem Partner. Der Eigenanteil der Förderung liegt bei 60%. Neue Antragsfristen werden im Dezember auf der Seite der Initiative Musik bekanntgegeben.
  • Orchesterstiftung: Die Spendenaktion #MusikerNothilfe der Deutschen Orchester-Stiftung hat bereits fast 2 Millionen Euro Spenden eingesammelt. 1,1 Millionen Euro wurden in einer ersten Antragsrunde an Not leidende freischaffende Musikerinnen und Musiker ausgezahlt. Aufgrund der weiteren Spendenbereitschaft und Solidarität mit den Freischaffenden ist es für Betroffene ab dem 5. Juni wieder möglich, einen Antrag auf Soforthilfe zu stellen. Hilfszahlungen bis zu 500 € je Antragssteller sind möglich. Voraussetzungen sind der Nachweis der Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse und die Glaubhaftmachung entgangener Honorare durch coronabedingte Absagen von Auftritten. Antragsformulare zum Download und weitere Informationen sind erhältlich unter https://orchesterstiftung.de/Nothilfefonds/
  • Kommunale Hilfen:
    • Stadt Braunschweig: Die Stadt Braunschweig hat einen kommunalen Hilfsfonds für von der Corona-Virus-Pandemie existenziell betroffene Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen geschaffen. Darüber hinaus können Kulturschaffende für in Folge der Corona-Pandemie abgesagte Engagements, Ausstellungen o. ä. eine Zuwendung erhalten. Auch verbrauchte Aufwendungen aus kulturellen Projekten, die nicht mehr oder verändert durchgeführt werden, sollen mit dem Hilfsfonds aufgefangen werden (Antragsfrist: 31.12.2020).
    • Stadt und Region Hannover: Der Sozialfonds von Stadt und Region Hannover richtet sich an Kurzarbeitende, Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen oder Kleinunternehmer*innen (bis zu drei Beschäftigte), die unmittelbar von der CoronaSARS-CoV-2-Pandemie betroffen sind und deren Situation als besonderer Härtefall einzustufen ist. Die Stadt Hannover stellt im Rahmen eines Stabilitätspaketes außerdem zusätzliche Mittel für Projekt- und Konzeptionsförderungen im Zuge von Covid-19 zur Verfügung. Alle Informationen sind hier einzulesen.

Wo können Kultureinrichtungen/Spielstätten/Festivals finanzielle Unterstützung erhalten?

  • Niedersachsen dreht auf: Das Land Niedersachsen unterstützt Solo-Selbstständige und Kultureinrichtungen, die von der Corona-Pandemie betroffen sind mit einem Sonderprogramm. Bei den Programmlinien A und B können Veranstalter*innen eine 100%-Förderung von Honoraren für Solo-Selbstständige erhalten. In der Programmlinie B können Projekte beantragt werden, die im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie stehen. Alle Infos auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
  • Digitalbonus.Vereine.Niedersachsen: Digitalbonus.Vereine.Niedersachsen: eingetragene Vereine oder ähnliche Einrichtungen (z.B. Familienbildungsstätten) aus Niedersachsen, die einen ideellen, musischen, kulturellen, sportlichen, ökologischen oder sozialen Zweck zum Ziel haben, können bei dem Programm Gelder für Investitionen zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen und zur Verbesserung der IT-Sicherheit beantragen. Mehr Infos auf der Seite der Nbank.
  • November-Hilfe:
    • Außerordentliche Wirtschaftshilfe: Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes von November 2019 erhalten.
    • KfW-Schnellkredite: Den KfW-Schnellkredit können künftig auch Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten nutzen, sodass Unternehmen bei ihrer Hausbank zügig einen Kredit in Höhe von bis zu 300.000 Euro erhalten, abhängig vom Umsatz im Jahr 2019.
    • Überbrückungshilfe III: Die Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten sollen ein weiteres Mal verlängert werden.
  • NEUSTART KULTUR: Noch bis zum 30.11.2020 können Kulturinstitutionen NEUSTART KULTUR Gelder beantragen. Für programmatische Förderung und die Wiederaufnahme des Live-Betriebes können Clubs, Festivals und Veranstalter*innen Gelder bei der Initiative Musik beantragen. Förderungen für Pandemie-bedingte Investitionen sind bei der GEMA oder bei der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft zu beantragen. Achtung: Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur bietet ein Programm zur Ko-Finanzierung an. Lassen Sie sich vor der Beantragung der Mittel beraten. Ansprechpartner*in: Edith Röcker (Edith.Roecker@mwk.niedersachsen.de | Tel. 0511/120-255)
  • Einrichtungen, die zu min. 50% von Bund, Ländern oder Kommunen getragen werden, können den Ein- & Ausbau einer Raumlufttechnischen Anlage bezuschussen lassen. Mehr Infos hier.

Wo können Studierende finanzielle Unterstützung erhalten?

  • BAföG: Studierende, die keine BAföG-Berechtigung haben (z.B. aufgrund des Alters, Überschreiten der Regelstudienzeit) und sich in einer pandemiebedingten Notlage befinden, können einen monatlichen Zuschuss von 500€ beantragen. Anträge sollen auch für den Monat November gestellt werden können, Informationen zur Antragstellung liegen bisher jedoch nicht vor. Aktuelle Informationen gibt es hier.
  • Studierenden-Überbrückungshilfe: Studierende, die durch die Corona-Krise finanziell betroffen sind, können sich auf der Seite des Bundesministerium für Bildung und Forschung über veränderte Richtlinien in Bezug auf den Erhalt von BAföG informieren. Studierende ohne BAföG-Berechtigung, die aufgrund der aktuellen Situation ihr eigenes Einkommen aus Nebenjobs verlieren, können Anspruch auf Sozialleistungen haben (Arbeitslosengeld II, Wohngeld).
  • KfW-Studienkredit: Studierende können seit dem 8. Mai bei der KfW ein bis zum 31. März 2021 zinsloses Darlehen beantragen. Alle Informationen hier.

Welche weiteren Fördertöpfe gibt es, um Projekte fördern zu lassen?

  • Laufend besteht die Möglichkeit Gelder für die Umsetzung von Projekten zu beantragen. Neben den großen Förderern wie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung oder der Stiftung Niedersachsen gibt es viele kleine Förderer und Stiftung. Wir haben diese im Förderatlas zusammengestellt.
  • Kommunale Projektförderung: Erkundigen Sie sich bei Ihrem kommunalen Kulturbüro nach Fördermöglichkeiten. Förderprogramm für digitale Content-Produktion in Kultureinrichtungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder. (Antragsfrist: 15.11.2020)
  • Kultur.Gemeinschaften: Förderprogramm für digitale Content-Produktion in Kultureinrichtungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder. (Antragsfrist: 15.11.2020)

Praktische Infos zu Veranstaltungsplanung und Hygienekonzepten

Was muss ich bei der Veranstaltungsplanung während der Pandemie beachten?

  • Wir haben einen ausführlichen Leitfaden zur Veranstaltungsplanung während Covid-19 erstellt, der sowohl für den Fall der behördlichen Absage als auch für nicht abgesagte Veranstaltungen wichtige Hinweise und Tipps gibt. Ihm sind Hinweise zur Umsetzung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen, Finanzierungsmöglichkeiten sowie weitere wichtige Aspekte rund um die Veranstaltungsplanung zu entnehmen.

Wo finde ich Hilfestellung zur Erstellung von Hygienekonzepten?

Hygienekonzepte müssen immer der Situation (Raum, Zahl der Teilnehmer*innen, Instrumentierung etc.) angepasst sein. Hier finden Sie einige Muster-Hygienekonzepte, an denen Sie sich bei der Erstellung von individuellen Hygienekonzepten orientieren können:

Wer sich konkret für die Erstellung von Schutz- und Hygienekonzepten interessiert, kann auf Anfrage gerne die Aufzeichnungen zu unserem Online-Workshop zum Infektionsschutz für Indoor- und Outdoorveranstaltungen in Niedersachsen vom 9. Juli erhalten.

Wo finde ich Tipps zur Umsetzung und Gestaltung digitaler Formate?

  • Im Rahmen der Kulturpolitischen Akademie der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. haben wir einen Vortrag zum Thema Musik und Corona gehalten, in dem wir u.a. digitalen Plattformen und Tools für Musikschaffende vorgestellt haben. Die Aufzeichnung kann hier angeschaut werden.
    Eine Übersicht über digitale Plattformen und deren Anwendung gibt es auf unserer Service-Seite “Digitale Tools für Musiker*innen”.
  • Ärger vermeiden: Bei der Planung eines Online-Konzerts sind die Handlungsempfehlung der Bundesregierung weiter zu berücksichtigen. Infektionsketten lassen sich nur bei einer Vermeidung aller Kontakte wirklich nachhaltig durchbrechen.

Neben den oben bereits erwähnten Überlegungen zum Thema Datenschutz sollte natürlich auch das Urheberrecht bei der Veranstaltung von Online-Konzerten beachtet werden. Hierzu die Hinweise der GEMA zum Thema Live-Streaming.

Infos zu rechtlichen Rahmenbedingungen

Wo finde ich Hilfestellung zu rechtlichen Fragen rund um pandemie-bedingte Veranstaltungsabsagen?

Die Kanzlei Laaser aktualisiert regelmäßig auf Ihrer Website die rechtlichen Grundlagen, die bei der Pandemie-bedingten Absage von Veranstaltungen gelten.

Infos zu Interessenvertretungen

An welche Verbände kann ich mich wenden?

  • Die LiveMusikKommission und die dazugehörigen Landesverbände (in Niedersachsen KlubNetz e.V.) vertreten die Clubs und (vorwiegend privatwirtschaftlich finanzierten) Festivals auf Bundes- und Länderebene. Auf der Website der LiveKomm finden sich Handlungsempfehlungen für Betreiber*innen und Veranstalter*innen sowie Informationen zur politischen Aktivität des Verbandes.
  • Festivals, die zu Teilen aus Mitteln der öffentlichen Hand gefördert werden, können sich dem Forum Musik Festivals anschließen und mitwirken. Das Forum Musik Festivals ist ein bundesweiter Festivalzusammenschluss, der sich mit einem umfassenden Forderungskatalog an die Bundesregierung gewandt hat. In einem Positionspapier haben Sie außerdem Vorschläge für die Ausgestaltung eines Zukunftssicherungsfonds Musik Festivals und für ein Zweistufenmodell für die Rückkehr zu einem öffentlichen Konzert- und Veranstaltungsbetrieb entwickelt.
  • Musiker*innen können sich für die politische Interessenvertretung an folgende Stellen wenden:

Kontakt

Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH
Geschäftsstelle Musikland Niedersachsen

info@musikland-niedersachsen.de

T +49 511 64279204

Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.