FAQ zum Thema Corona für freischaffende Musiker*innen und Kultureinrichtungen

Aktuelle Weiterbildungs- und Beratungsveranstaltungen von Kultur-Institutionen:

27.05.
10 - 13 Uhr
Auftaktkonferenz Spielfeld Gesellschaft der Lotto-Sport-Stiftung



Bei weiteren Fragen wenden Sie sich auch gerne an unsere Telefon-Sprechstunde

Welche Sofortmaßnahmen kann ich ergreifen, wenn ich durch Veranstaltungsabsagen etc. Einkommensausfälle haben?

  1. Ausfälle dokumentieren: Es empfiehlt sich unabhängig von aktuellen Unterstützungsmaßnahmen, dass alle Konzert-, Gagen-, und Honorarausfälle dokumentiert werden. Wir haben nach Vorgaben der Verdi ein Dokument erstellt, das für die individuelle Erfassung der Ausfälle genutzt werden kann. Dieses kann hier heruntergeladen werden (siehe rechts).
  2. Eine Änderungsmitteilung an die KSK schicken: KSK-Versicherte mit Einkommenseinbußen können der KSK schreiben und das geschätzte Arbeitseinkommen für 2020 nach unten korrigieren, um die Beitragszahlungen zu verringern. Das entsprechende Änderungsformular liegt hier.
  3. Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen: Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuer herabgesetzt werden. Dazu bitte an das zuständige Finanzamt wenden.

Wo können Freiberufler*innen finanzielle Unterstützung erhalten?

Maßnahmen des Bundes:
  1. Arbeitslosengeld II beantragen: Die Beantragung der "Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)", genannt ALG II, ist zentraler Bestandteil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung Zur Existenzsicherung von Kleinunternehmer*innen und Solo-Selbstständige. Für einen befristeten Zeitraum bis September findet keine Vermögensprüfung statt. Auch sollen Miet- und Mietnebenkosten ohne weitere Prüfung übernommen werden. Auf der Seite der Agentur für Arbeit gibt es nun vereinfachte Formulare für die Beantragung von ALG II, sowie Antworten auf die häufigsten Fragen. Die Sonderregelungen gelten für Anträge, die bis zum 30.06.2020 bewilligt wurden.

Maßnahmen des Landes:

  1. Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes: Über die NBank können Kleinunternehmen sowie Solo-Selbständige (also auch Künstler*innen und kleinwirtschaftliche Unternehmen) ab sofort Betriebsmittelzuschüsse für u.a. betriebliche Mieten, Leasingraten und Kreditzahlungen für Betriebsräume beantragen, wenn sie durch die Corona-Pandemie einen Liquiditätsengpass haben. Die Abdeckung der Lebenshaltungskosten ist kein Bestandteil der Förderung. Alle Informationen sind auf der Seite der NBank und des Niedersächsischen Wirtschaftsministerium zu finden.

Kommunale Maßnahmen:

  1. Stadt Braunschweig: Die Stadt Braunschweig hat einen kommunalen Hilfsfonds für von der Corona-Virus-Pandemie existenziell betroffene Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen geschaffen. Darüber hinaus können Kulturschaffende für in Folge der Corona-Pandemie abgesagte Engagements, Ausstellungen o. ä. eine Zuwendung erhalten. Auch verbrauchte Aufwendungen aus kulturellen Projekten, die nicht mehr oder verändert durchgeführt werden, sollen mit dem Hilfsfonds aufgefangen werden.
  2. Landschaft Oldenburg: Die Barthel Stiftung aus Varel initiiert in enger Kooperation mit Oldenburgischer Landschaft einen Notfallfonds für Soloselbständige aus den Bereichen Kultur, Bildung und Umwelt. Weitere Informationen hier.
  3. Stadt und Region Hannover: Der Sozialfonds von Stadt und Region Hannover richtet sich an Kurzarbeitende, Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen oder Kleinunternehmer*innen (bis zu drei Beschäftigte), die unmittelbar von der CoronaSARS-CoV-2-Pandemie betroffen sind und deren Situation als besonderer Härtefall einzustufen ist.

Weitere Maßnahmen:

  1. Das Nothilfe-Programm der GEMA besteht aus zwei Säulen: Mit dem „Schutzschirm LIVE“ stellt die GEMA eine pauschale Nothilfe zur Verfügung, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen können. Der „Corona-Hilfsfonds“ stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle im Rahmen der sozialen und kulturellen Förderung bereit. Alle Informationen zur Antragstellung hier.



Wo können Kulturinstitutionen finanzielle Unterstützung erhalten?

Maßnahmen des Bundes:

  1. Kurzarbeitergeld für Angestellte: Sofern Sie mindestens eine*n Mitarbeiter*in beschäftigen, können Sie Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60-67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns und erstattet der*m Arbeitgeber*in die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden. Für die Beantragung von Kurzarbeitergeld müssen mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen sein. Achtung: Achtung: Rechtzeitig beantragen (zum Monatsende)! Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Alle wichtigen Infos hier.
  2. Das Programm "Neustart" stellt für Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen, soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser Mittel zur Unterstützung von Umbau und Ausstattung für eine Öffnung unter den Vorgaben des Gesundheitsschutzes. Anträge können online über die Webseite des Bundesverbands Soziokultur gestellt werden. Der Bundesverband Soziokultur bietet eine individuelle Antragsberatung an.

Maßnahmen des Landes:

  1. Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine: Das Programm richtet sich an Einrichtungen und Vereine mit Sitz in Niedersachsen, die überwiegend Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot vorhalten und in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind. Antragsberechtigt sind gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. e.V., gGmbH, Stiftungen), sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind. Zum Antrag.
  2. Investitionsprogramm für niedersächsische Kulturinstitutionen: Das Niedersächsische Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen zielt darauf ab, notwendige Anschaffungen zu ermöglichen sowie die bauliche und technische Infrastruktur so weiterzuentwickeln, dass ein attraktives und zeitgemäßes Kulturangebot vorgehalten werden kann. Das Programm soll darüber hinaus zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und privater Initiativen im Kulturbereich beitragen. Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen oder nicht mehr als fünf eigenproduzierte Neuproduktionen im Kalenderjahr durchführen. Alle Informationen zur Antragstellung hier.
  3. Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes: Das Soforthilfe-Programm der NBank richtet sich neben Unternehmen auch an Vereine und gemeinnützige Körperschaften, Voraussetzung ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb. Gefördert werden Betriebsmittelzuschüsse für u.a. betriebliche Mieten, Leasingraten und Kreditzahlungen für Betriebsräume beantragen, wenn sie durch die Corona-Pandemie einen Liquiditätsengpass haben. Alle Informationen sind auf der Seite der NBank und des Niedersächsischen Wirtschaftsministerium zu finden.

Kommunale Maßnahmen:

  1. Stadt Osnabrück: Die Stadt Osnabrück stellt zusätzliche Projektgelder bereit. Eingereicht werden können und sollen Ideen für Projekte, die sich mit der besonderen Situation in der Corona-Pandemie beschäftigen und/oder künstlerische Arbeitsformen aufgreifen und weiterentwickeln, die unter diesen Bedingungen möglich sind. Denkbar sind beispielsweise Online-Angebote, künstlerische Produktionen oder Recherchen und Entwicklungsarbeiten für künftige Projekte.
  2. Stadt Göttingen: Die Stadt Göttingen unterstützt die Göttinger Livemusik-Clubs und Konzertveranstalter*innen in der derzeitigen Corona-Lage mit einer vorzeitigen Fördermittelauszahlung. Mehr infos siehe hier.

Wo können Orchester / Freie Ensembles / Bands finanzielle Unterstützung erhalten?

Vorab: Sind Sie als Orchester / Freies Ensemble / Band als Verein oder Unternehmen organisiert, stehen Ihnen vereinzelt auch die Programme für Kultureinrichtungen zur Verfügung.

Maßnahmen des Bundes:

  1. Hilfsprogramm des BKM für freie Orchester und Ensembles: Das BKM hat auf Grund der Coronakrise das Orchester-Förderprogramm an die aktuellen Herausforderungen angepasst. Antragsteller*innen können bis zu 200.000 Euro erhalten. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass die Projekte im Inland realisiert und die Orchester und Klangkörper nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und, dass diese Ensembles über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren eine durchschnittliche künstlerische Produktionszeit von mindestens 32 Wochen /Jahr oder Spielzeit nachweisen können. weitere Informationen.

Weitere Maßnahmen:

  1. Reload - Stipendien für Freie Gruppen: Die Kulturstiftung des Bundes lädt im Rahmen eines 6-monatigen Stipendienprogramms frei produzierende Künstlergruppen ein, sich mit den Auswirkungen der Coronakrise auf die eigene Kunstpraxis zu beschäftigen. Das Stipendienprogramm richtet sich gezielt an Freie Gruppen der darstellenden Künste und der Musik, da ihre künstlerische Zusammenarbeit und Aufführungen aktuell und in den nächsten Monaten nicht wie geplant möglich sein werden. Mehr Infos hier.
  2. Hilfsprogramm Initiative Musik: Die Initiative Musik hat einen Hilfsfonds eingerichtet. In der ersten Phase konnten Bands sich um Förderung bewerben. Diese Phase ist abgeschlossen, ggf. folgen weitere. Aktuelle Infos hier.

Wo können Studierende finanzielle Unterstützung erhalten?

  1. Studierende, die durch die Corona-Krise finanziell betroffen sind, können sich auf der Seite des Bundesministerium für Bildung und Forschung über veränderte Richtlinien in Bezug auf den Erhalt von BAföG informieren. Studierende ohne BAföG-Berechtigung, die aufgrund der aktuellen Situation ihr eigenes Einkommen aus Nebenjobs verlieren, können Anspruch auf Sozialleistungen haben (Arbeitslosengeld II, Wohngeld).

Die Veranstaltung, für die ich gebucht wurde, fällt aus. Steht mir eine Ausfallgage zu?

Wertvolle Informationen zur rechtlichen Situation bei der Absage von Veranstaltungen können auf der Seite der Kanzlei Laaser nachgelesen werden. Hier haben wir die wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

  1. Überprüfen, ob der Vertrag eine Klausel zur Regelungen von höherer Gewalt beinhaltet. Wenn ja gilt diese.
  2. Wenn nicht, gilt das Gesetz. Hier gilt die Frage, ob die Veranstaltung aus freien Stücken abgesagt oder behördlich untersagt wurde.
  3. Regelung bei behördlich untersagten Veranstaltungen auf Grund "höherer Gewalt": Hier tritt der Fall der sogenannten Unmöglichkeit ein. Künstler*innen sind von der Pflicht entbunden aufzutreten, ihnen steht aber auch keine Gage zu.
  4. Bei Absagen aus freien Stücken und ohne behördliche Absage oder Empfehlung ist der Veranstalter in der Regel an die Vertragspflichten gebunden. Aber: tritt der Fall von "höherer Gewalt" nachträglich ein, entfällt auch in diesem Fall das Recht auf Gage. Die rechtliche Situation ist außerdem unklar, wenn es sich um eine Absage auf Grund behördlicher Empfehlung handelt.
  5. Ob bei Absage ein Recht auf Teilhonorar besteht, ist individuell zu prüfen. Dabei gelten unterschiedliche Regelungen für Werk- und Dienstverträge. Tiefergehende Informationen sind dem Video zu entnehmen.

In Fällen, in denen die rechtliche Situation unklar ist, empfiehlt der DOV:

  1. Versuchen Sie, sich auf eine Verschiebung des Veranstaltungstermins zu einigen.
  2. Ist dies nicht möglich, machen Sie vertraglich vereinbarte Ausfallhonorare geltend oder versuchen Sie, diese nachträglich mit dem Veranstalter auf Kulanzbasis zu vereinbaren.
  3. Bewahren Sie Vertragsvereinbarungen und Absagen in schriftlicher Form zur Dokumentation auf und dokumentieren Sie die Ihnen entgangene Honorare. Dies könnte zu einem späteren Zeitpunkt nützlich werden.
  4. Beim Abschluss neuer Verträge verhandeln Sie bereits jetzt über mögliche Ausfallhonorare.

Welche Vorgaben gelten derzeit für den Musikunterricht?

Der Landesverband Niedersächsischer Musikschulen hat in einem Papier die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Musikschularbeit auf Grundlage der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsens zusammengestellt. Hier finden sich alle wichtigen Informationen.

Einige Musiklehrer*innen nutzen weiterhin die Möglichkeit des Online-Unterrichts. Dabei bieten sich folgende Tools an:

Tipps und Erfahrungsberichte für den Online-Unterricht:

Ich bin Musiker*in / Veranstalter*in / Kulturvermittler*in und möchte meine Angebote online zur Verfügung stellen. Welche Plattformen kann ich für Livestreams und Videos nutzen?

Hinweis: Die Nutzung der unterschiedlichen Tools und Plattformen bedingt eine Datenübertragung zu den jeweiligen Anbietern. Informieren sie sich vorab zu deren Umgang mit Nutzer*innendaten und verwenden Sie sie mit entsprechender Umsicht.

Für Videos und Livestreams gibt es mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen, die sich in Größe und Funktionsumfang unterscheiden. Die hier gemachten Angaben, können keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, versuchen aber das weite Feld abzustecken. Dieses "Living Document" von Cherie Hu bietet (auf Englisch) weitere Einblicke in die Möglichkeiten und Unterschiede der einzelnen Anbieter.

Aufgezeichnete Videos können u.a. über die gängigen Plattformen Youtube, Vimeo oder Facebook und Instagram (IGTV) einfach online gestellt werden und verfügbar gemacht werden. Ein Nutzer*innenkonto ist hier Vorraussetzung.

Für kostenfreies Livestreaming können u.a. Zoom, YouTubeLive, Facebook Live und Instagram Live genutzt werden. Eine kostenpflichtige Alternative, die das streamen auf mehreren Plattformen erlaubt stellt bspw. Vimeo Livestream oder Streamshark dar.

Geld verdienen?

Livestreams als auch vorproduzierte Videos lassen sich mit Projekten auf Plattformen wie Buymeacoffee, Ko-fi oder Steadyhq verknüpfen, auf denen man Spenden für Produkte oder Dienstleistungen entgegennehmen kann. Über paypal.me können ebenfalls Zahlungen entgegengenommen werden.

Es gibt auch Streaming-Plattformen mit integrierter Spenden- bzw. Zahlungsfunktion. Zu diesen gehören Twitch, Periscope und YouNow. Zahlungen erfolgen auf freiwilliger Basis und können im Livestream durch Overlays honriert werden.

Zuletzt gibt es auch Plattformen, die den Zugang zu Videos und Streams erst nach Bezahlung ermöglichen. Dazu gehören u.a. Crowdcast und Patreon.


Technische
Ausstattung

KulturBdigital hat einen praktischen Leitfaden zur Umsetzung von Livestreams erstellt, der sich sowohl an Einsteiger*innen als auch an Fortgeschrittene richtet.


Ärger vermeiden


Bei der Planung eines Online-Konzerts sind die Handlungsempfehlung der Bundesregierung weiter zu berücksichtigen. Infektionsketten lassen sich nur bei einer
Vermeidung aller Kontakte wirklich nachhaltig durchbrechen.

Neben den oben bereits erwähnten Überlegungen zum Thema Datenschutz sollte natürlich auch das Urheberrecht bei der Veranstaltung von Online-Konzerten beachtet werden. Hierzu die Hinweise der GEMA zu Thema Live-Streaming.

Wo finde ich Tipps zur Umsetzung und Gestaltung digitaler Formate?

Im Rahmen der Kulturpolitischen Akademie der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. haben wir einen Vortrag zum Thema Musik und Corona gehalten, in dem wir u.a. digitalen Plattformen und Tools für Musikschaffende vorgestellt haben. Die Aufzeichnung kann hier angeschaut werden.

Der Kreativität sind in der Umsetzung keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar bereits existierende digitale Formate und Aktionen zur Inspiration:

Ich betreibe eine Spielstätte oder bin Veranstalter*in von Konzerten/Festivals. Was kann ich tun?

Wir haben einen ausführlichen Leitfaden zur Veranstaltungsplanung während Covid-19 erstellt, der sowohl für den Fall der behördlichen Absage als auch für nicht abgesagte Veranstaltungen wichtige Hinweise und Tipps gibt. Ihm sind Hinweise zur Umsetzung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen, Finanzierungsmöglichkeiten sowie weitere wichtige Aspekte rund um die Veranstaltungsplanung zu entnehmen.

Festivals und Spielstätten können sich darüber hinaus an folgende Stellen wenden:

  • Die LiveMusikKommission und die dazugehörigen Landesverbände (in Niedersachsen KlubNetz e.V.) vertreten die Clubs und (vorwiegend privatwirtschaftlich finanzierten) Festivals auf Bundes- und Länderebene. Auf der Website der LiveKomm finden sich Handlungsempfehlungen für Betreiber*innen und Veranstalter*innen sowie Informationen zur politischen Aktivität des Verbandes.
  • Festivals, die zu Teilen aus Mitteln der öffentlichen Hand gefördert werden, können sich dem Forum Musik Festivals anschließen und mitwirken. Das Forum Musik Festivals ist ein bundesweiter Festivalzusammenschluss, der sich mit einem umfassenden Forderungskatalog an die Bundesregierung gewandt hat. In einem Positionspapier haben Sie außerdem Vorschläge für die Ausgestaltung eines Zukunftssicherungsfonds Musik Festivals und für ein Zweistufenmodell für die Rückkehr zu einem öffentlichen Konzert- und Veranstaltungsbetrieb entwickelt.

Ich erhalte aktuell öffentliche Fördermittel für ein Projekt, das nun verschoben werden muss / nicht stattfinden kann. Was bedeutet das für die Fördermittel?

Dies ist im einzelnen mit den Förderern abzustimmen. In der Regel bleibt die Förderzusage auch bei Absage der Veranstaltung wirksam, da es sich um höhere Gewalt handelt. In jedem Falle ist es wichtig, fördernde Institutionen über den aktuellen Stand des Projektes zu informieren. Die Stiftung Niedersachsen hat sich bereits dazu geäußert.

Auch die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat hierzu ein Statement abgegeben: „Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fühlt sich auch bei den aktuellen Herausforderungen durch das Coronavirus an ihre Förderzusagen gebunden. Die zugesagten Mittel können in die Zukunft übertragen werden, sofern das Vorhaben verschoben werden soll. Darüber hinaus behalten wir uns eine Einzelfallentscheidung vor. Bitte nehmen Sie dafür rechtzeitig Kontakt mit uns auf.“

Zahlreiche Stiftungen haben außerdem den Aufruf des Arbeitskreis Förderstiftungen unterzeichnet, der zu Engagement der Stiftungen in der Corona-Krise aufruft. Das Statement und die teilnehmenden Stiftungen finden sich hier.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin hat eine Grafik zum Umgang mit COVID 19 im Rahmen der Projektförderung veröffentlicht. Diese bietet einen guten Überblick über einzuleitende Schritte, wenn Ihr Projekt mit öffentlichen Mitteln gefördert ist.

Kontakt

Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH
Geschäftsstelle Musikland Niedersachsen

info@musikland-niedersachsen.de

T +49 511 64279204

Die Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft des Landesmusikrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.